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Um sich ganz sicher zu wissen, nahm er von seiner gewöhnlichen,umsichtigen Weise Umgang, und bezahlte der Wittwe White ausseiner Tasche Alles, was sie an den Verstorbenen zu fordern hatte,— eine Summe von baarcn zehn Dollars. I» ihren wie in seinenAugen war dieß eine schöne Ausgleichung, den Argwohn, welcheneine solche ungewöhnliche Freigebigkeit wohl wecken konnte, suchteer dadurch zu beseitigen, daß er sagte: „er würde der Verwandtenharren, und wenn diese ausblieben, reichte die Hinterlassenschaftzur Rückzahlung hin, in jedem Falle war's besser, er verlöre durchden Fremden, als eine vereinsamte Wittwe."
Auch die Kosten für den Sarg, den Todtengräbcr und andereunbedeutende Dienstleistungen bei der Bestattung legte er vor, undbemühte sich überhaupt, alle zudringliche Fragen dadurch zumSchweigen zu bringen, daß er überall, wo es nöthig war, durchSilber nachhalf.
Die Kiste war in ein geräumiges, Helles Gemach gebracht wor-den, welches an des Decans Wohnzimmer stieß. Als alle seineRechnungen berichtigt waren, begab er sich, mit dem Schlüssel be-waffnet, welcher seinen sehnsüchtigen Augen viele Schätze erschließensollte, dahin.
Er sah sich überall in dem weiten Gemache um, und es schien,als hege er einige Zweifel in Betreff des Schrittes, welchen er zuthun im Begriffe war. Die Kiste war nicht sein, dieß stand fest;aber er wußte das, was Daggett ihm entdeckt hatte, so zu deuten,daß er sein Verfahren bald vor sich gerechtfertigt sah. Er hatte denSchooner zu keinem andern Zwecke gekauft, als um die Seehundeund den Schatz auszusuchcn. Dieß hatte er mit Daggctt's Wissenund Zustimmung gethan, und er sah nicht ein, wie seine Rechtedurch den Tod des Matrosen geschmälert werden konnten. Ucbrigenswar es ihm nie eingefallen, daß der Mann von Martha's Vineyardim Stande wäre, die Reise mitzumachen, so daß dessen Anwesenheitoder Abwesenheit ans seine eigenen Rechte keinen Einfluß haben