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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
Entstehung
Seite
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Der Dccan war so erschrocken, daß er keine Sylbe Hervorbrin-gen konnte. Mary dagegen drückte ihr tiefes Bcdancrn aus, daßdie Abberufung so plötzlich gekommen und daß die Vorbereitung zueinem solchen Uebcrgange so unzureichend gewesen, ein Um-stand, welcher ihr bei weitem mehr zu Herzen ging, als allesAndere.

Die gesprächige Wittwc ließ sie nicht lange in Ungewißheit überdas, was sich begeben, sondern berichtete Alles mit den kleinstenNebcnumständen. Es ergab sich, daß Daggett in der Nacht gestor-ben war, denn die Wittwe hatte ihn, als sie vor wenigen Minutenan sein Lager trat, kalt und starr gesunden. Daß dieses, wenigstensin Bezug ans die Zeit, unerwartete Begebniß durch die Aufregungder erwähnten Unterhaltung beschleunigt worden, ließ sich kaum be-zweifeln, obgleich man diese Thatsache mit Stillschweigen überging.Die unmittelbare Ursache des Todes war die in Zolgc der Eiterungeintrctende Erstickung, wie dieß bei raschem Fortgange der Schwind-sucht häufig vorkommt.

Es hieße den Dccan Pratt schlimmer schildern, als er wirklichwar, wenn wir behaupteten , dieser plötzliche Tod sei ohne Wirkungans seine Gefühle geblieben. Er erinnerte ihn für kurze Zeit leb-haft an seine eigenen vorgeschrittenen Jahre, an seine Lage, seineAussichten. Eine halbe Stunde mochten ihn diese Gedanken beun-ruhigen und unbehaglich stimmen, die Gewalt des Mammonsmachte sieb aber allmählig wieder geltend, und die unerfreulichenBilder wichen bald anderen, welchen er sich mit Vorliebe zuwen-dete. Dann begann er erst darüber nachzudcnken, was er unter denobwaltenden Umständen zu thuu habe.

Da der Tod Daggetts nichts Ungewöhnliches darbot, war eineUntersuchung des Leichcnbeschaners nicht nöthig. Es war augen-fällig ein natürlicher, obgleich rascher Tod. Man brauchte da-her nur die herkömmlichen Anordnungen zur Bestattung zu treffen,