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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
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Jahre ein Wallfisch an den False-Banks getödtet hat, wie ich selbstin den Zeitungen gelesen habe."

Jack Thompson ist ein so gewöhnlicher Name, daß ich solchenNachrichten nicht sehr vertraue. Wenn er aber auch wirklich vonjenem Wallfisch getödtct worden ist, kann er vor diesem Unfall einemDutzend Menschen sein Geheimniß mitgcthcilt haben."

Dagegen spricht sein Eid. Jack hatte geschworen, wie wirAlle, und er war ganz der Mann, der bei dem blieb, was er be-schworen hatte. Es war keiner von jenen Manthamts-Eiden, derenein Bursche an einem Morgen ein Dutzend schwört, die alle falschsind: sondern cs war ein Schwur, wie ihn ein Seemann auf seineEhre ablegt, denn, genau betrachtet, waren wir Alle als gute Ka-meraden bei der Sache bctheiligt."

Dccan Pratt sagte Dagget nicht, das; Thompson eben so gutGründe gehabt haben könne von seinem Schwure abznsehen, wieer selbst; aber er dachte es. Es gibt Dinge, welche kein klugerMann bei solchen Gelegenheiten laut werden läßt, und dahin ge-hörte diese Ansicht von der gleichen Verbindlichkeit jenes Eides.

Bei Jack kommt noch etwas in Betracht," fuhr Dagget nachkurzem Nachdenken fort.Er hatte keine Idee von der Berechnungder Länge und Breite und hielt kein Tagebuch. Unter solchen Um-ständen könnten er und seine Freunde ein Jahr in der Irre umher-steuern, ohne einen der beiden Plätze zu finden."

Ihr seid überzeugt, daß der Seeräuber Euch in seinen Aus-sagen in Betreff jener kleinen Insel und des dort vergrabenenSchatzes nicht getäuscht hat?" fragte der Deean in ängstlichemEifer.

Ich bürge für die Wahrheit seiner Worte, als wenn ichdie Küste selbst gesehen hätte. Die Leute waren arg bedrängt, sonsthätten sic, wie Ihr Euch wohl denken könnt, gewiß nicht so vielGold an einem solchen unbewohnten Platze gelassen, sie ließencs aber dort, auf das Wort eines Sterbenden!"