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29 (1854) Die Seelöwen, oder die verlornen Robbenjäger : Roman
Entstehung
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Die Wittwe wußte nicht genau, was der Gegenstand ihrer häu-figen, geheimen Besprechungen sei; was sie sich aber darüber dachte,wird sich aus ihrem Gespräche mit ihrer Nachbarin, der WittweStone, Herausstellen.

Eben trat dcr Deean wieder ein," rief die Wittwe White, alssic in aller Eile zu ihrer Freundin kam.Dich ist das dritte Mal,daß er seit gestern Morgen in mein Haus kommt."

O, ich glaube, Betsy, er denkt an nichts Anderes, als denKranken zu besuchen, was er ja auch als den Grund seines öfterenKummers angegeben hat."

Ihr vergeht, daß es Sabba' Tag ist," setzte die Wittwe Whitemit Nachrnck hinzu.

Je besser der Tag, desto besser die Handlung, Betsy!"

Ich weiß das; cs ist aber schrecklich, wenn ein Mann oft zueinem Kranken geht, dreimal in vier und zwanzig Stunden!"

Ja, für eine Frau paßte etwas dieser Art weit besser, dasstellt Niemand in Abrede," crwicderte die Wittwe Stone ein we-nig trocken.Wenn dcrDeean ein Weib wäre, Betsy, würdetIhr, glaub' ich, von seinen Besnchcn eben nicht so mißliebigdenken."

Ich würde ganz und gar nichts dabei denken," versetzte dieWittwe White ziemlich unschuldig;cs ist aber schrecklich, wennein Mann sich so mitBcsnchemachen abqnält, und übcrdieß ein De-can unserer Kirche."

Ja, die Sache kommt nicht so häufig vor, als es der Fallsein könnte, besonders bei Decanen. Tretet aber herein, damit ichEuch den Text zeige, über welchen der Geistliche diesen Morgen ge-predigt hat. Es ist wohl der Mühe werth, darauf zu achten, denndie Predigt handelt von unserm trostlosen Zustande."

Die beiden Wittwen begaben sich jetzt in eine der innerenStuben, wo wir sie die Schönheiten der Predigt besprechen, unddie Wittwe White über dasSchreckliche" der häufigen Besuche