von dem ersten Kreuzzuge.
?r
freundschaftliches Verkehr zu treten, sondern sich selbst dasAnsehen und den Einfluß in Haleb zu verschaffen, welchebisher Dschanaheddaulah gehabt. Auch gab er seine Toch-ter ChathunDschindschek dem Fürsten Rodvan zur Gemahlin.Nunmehr stritt Bagi Sejan, der bisher wider Rodvan ge- I. Cbr.stritten hatte, mit ihm wider seine Feinde, gegen Dckak vonDamaskus nicht minder, als gegen Dschanaheddaulah vonEmessa.
Diese Zwistigkeiten benutzten der Fatimitische Chalifevon Aegypten Mostali und sein Vezir Alafdal, um vonRodvan die Absagung des Abbasidischcn Chalifen zu Bagdadund die Anerkennung ihres Ansehens zu erhalten. Darumkam, als Rodvan mit Bagi Sejan gegen Dschanaheddaulahauszog, ein Aegyptischcr Gesandter mit reichen Geschenkenzu Rodvan und versprach ihm Hülfe an Bewaffneten undGeld zum Kriege wider seine Feinde, wenn er das Gebetfür den Chalifen in Bagdad auf den Kanzeln der Moscheenin seinen Städten abstellen und für den Chalifen in Aegyptenbeten lassen wollte. Rodvan war dazu geneigt, und aneinem Freytage, den i7ten des Monats Ramadan, geschahzum ersten Mal auf der Kanzel in der Moschee zu Haleb dasöffentliche Gebet (die Chotbah) zuerst für den ChalifenMostali, dann für seinen Vezir Alafdal, endlich für Rodvan.
So blieb es bis zum Monat Redschab des Jahrs 492 d. H.(Junius 1099 n. C.- wo die Niederlagen, welche indeß dieAcgyptcr durch die Franken erlitten hatten, gewiß nicht ohneEinfluß darauf waren, daß, wie Kemalcddin nach den Nach-richten einiger Schriftsteller erzählt, in Haleb die Chotbah oderdas öffentliche Gebet für den Aegyptischcn Chalifen und sei-nen Vezir abgestcllt, und wiederum für den ChalifenMostader, dann für den Sultan Vorkiaruk, nach ihnen für