zy8 Geschichte der Kreuzzüge. BuchII. Ka p.XXVIII.
I. Tbc. der den König Heinrich den Ersten von England führte ereine langwierige Fehde, überwand das viel zahlreichereHeer des Königs, schloß mit ihm einen ehrenvollen Frieden,und wurde Mann des Königs. Auch gab er eine TochterMathilde, welche er während der Fehde dem Grafen Wil-helm Clito von Flandern, dem Sohne des unglücklichen Her-zogs Robert von der Normandie, verlobt hatte, des KönigsSohne Wilhelm Adelinus zur Gemahlin ^). . Trotz seinerEhrfurcht gegen die Kirche gericth aber Fnlco, wie vieleFürsten und Herren seiner Zeit, in einen schlimmen Streit
2-^br. mit dem römischen Stuhl. Als er auf Anstiften seinesOheims, des Grafen Amalrich von Montfort, eines unver-söhnlichen Feindes von dem Könige Heinrich von England,dem Grafen Wilhelm Clito von Flandern auch seine zweyteTochter Sibylla verlobte und als Brautschatz die GrafschaftMaine verhieß, so erhob dagegen der König von England,gleichwie gegen die früher beschlossene Vermählung des Gra-fen Wilhelm mit Mathilde, des Grafen Fnlco älter» Toch-ter, heftigen Widerspruch und ließ durch spitzfindige Rechts-gelchrtc erforschen und beweisen, daß die Ehe zwischen sei-nem Neffen und der Tochter des Grafen von Anjou wegennaher Blutsverwandtschaft unzulässig sey *°). Denn derKönig Heinrich besorgte, der Graf Wilhelm möge durchsolche Vermehrung seiner Macht in den Stand gesetzt wer-den, an ihm die Mißhandlung seines unglücklichen Vaters
IVIejoris lllonssterii inO'^oliervSxioiiex. eri. Lrlurc 1 . III. S. SÜ2.
s) vcskL Lonsul. ^nstex. S. 2H4.Oräcriv. Vir. Istb. XI. S. 84 l.
10 ) O ist ei. Vit. Lik, XI. S-S58-wo auch die Verwandtschaft bezeichnet
Ist. Richard, dessen UrurenkelWilhelm Clito, und Robert, des-sen Urururenkclin Sibylla war, wa-ren Brüder; Wilhelm Clito undSibylla waren also im fünften Gra-de nach canonischer Berechnung ver-wandt.