König Balduin H.
zür
welcher die Uliterthemen von Marmoutier bedrückt und demrichterlichen Ausspruch des Grafen, von Anjou sich widersetzthatte, nicht eher zur Ablegung des Gelübdes, als bis ervollkommne Gcuugthliung den Beschädigten geleistet hatte ^').Durch solche Gerechtigkeit des McistcrS wurde die Achtungdes Ordens eben so sehr erhöht als durch den Edelmuth,die Tugend und die Frömmigkeit, wodurch die erstenTempler sämmtlich sich auSzeichneten; und diese Achtungbewirkte dem neuen Orden häufige und ansehnliche Schen-kungen von der Freygebigkcit frommer Seelen. Der Tem-pler, welcher in seines MitbrudcrS Gottfried von St. OmerNamen und mit dessen Siegel zu seiner Beglaubigung zuWilhelm, Burghauptmann von St. Omer, kam, um dieGüter Gottfrieds, welche dieser dem Orden geschenkt, inEmpfang zu nehmen, fand nicht nur bcy dem Vurghaupt-mann freundliche Aufnahme, sondern ward auch von demBischof zu St. Omer hoch geehrt, und die Persönlichkeitdieses RitterS erzwang von ihnen eben so sehr Achtung undEhrfurcht als die Ehrwürdigkeit seines OrdcnS; er war einRitter von ausgezeichneter Tugend, Geschicklichkeit und Er-fahrung. AlS der Burghauptmann Wilhelm und der Bi-schof in dieser Angelegenheit an den Grafen Dietrich vonFlandern und Elsaß sich wandten, so nahm sich auch dieserderselben so ernstlich an, daß in kurzer Zeit die Gebäude Wil-helms in eine Kirche und ein Tempelhaus verwandelt waren.Auch viele Herren in Flandern ließen sich durch das DeyspiekGottfrieds bewegen, von ihren Gütern an den Templerordenzu vergaben"). Der König Heinrich der Erste von England,
zz) Orä. Leireä. 150. Hist. äes lemxl. r?ÜS.)
2 >) D e kVloriiris IX. S. I'. I. S. ic>.ii. Band. Nit