548 Geschichte dev Kreuzzüge. Buch II. Kap.XXVI.
nach Jerusalem pilgcrte, um durch die Pilgerfahrt seineSünden abzubüßen , als verhcyrathetcr Bruder den Tem-plern sich zugesellte und als er wieder in seine Heimath zurück-gekehrt war, alljährlich dreyßig Pfund Silbers nach devWährung von Anjou auS freyem Entschluß ihnen zur Förde-rung ihres Gottgefälligen Werkes sandte; waS viele andrechristliche Fürsten zu gleicher Freygcbigkeit gegen die Templerreizte Ohne Zweifel hielten schon damals die neun er-sten Tempelritter von solchen Gaben auch Knechte oder Brü-der Wappner für den Heerdienst sowohl als zu ihrer Hülfein der Geleitung der Pilger.
Wir wissen nicht, in wiefern die Sage gegründet ist,welche Key Johannes Bromton, einem englischen Geschicht-schreiber im zwölften Jahrhunderte, sich findet, daß die Rit-ter, 'welche den Orden der Templer stifteten, vorher Mit-glieder dcS OrdenS vom Hospital gewesen; aber dieß scheintgewiß zu'seyn, daß daS Verdienst und Lob, welches dieTempler sich erwarben, die Brüder deS Hospitals zum heil.
2 tp Ovstovic. Vik. Istli. XII.I>. 871: ,, lUnres alias LaUorumxroccres iiuiusmocli exemplo -ulsimile Opus laustabilirer iueiia-vlt " Durch diese Nachricht desOrder icus Vitalis erhält dieSage einige Glaubwürdigkeit, daßschon der Graf Wilhelm V. vonMontpellier, welcher im I. 1122.starb, ein Haus der Templer zuMontpellier gegründet habe, dessenKirche der Bischof Walther vonMaguclonne unter dem Namen vonIdcure Dame äo Oo2es geweiht ha-ben soll, bllstoire cle OaiiAuetloa(PLI cleux Rvlißlcux UeiU'st. cle latlonßr. äv St, lVIiNir, ä I-ails 17^0.)
M I. S. 387 - Fulco mar übrigenszu jener Zeit schon vermählt mitEremburg, seiner ersten Gattin.Also wurde entweder die Ehelosigkeitim Tcmplerorden noch nicht so strenggefordert, oder, was wahrschein-licher ist, Fulco wurde zu den ver-heyratheten Brüdern gerechnet, de-ren Aufnahme auch die nachherigeRegel der Templer unter gewissenBedingungen erlaubte. Stattuen-buch S. uz. Was aber »och Fulcofrepwillig gab, waren nach der Re-gel die verhcvrathetcn Brüder undSchwestern deS Ordens zu gebenverpftichtet.