540 Geschichte ber Kreuzzüge. Buchll. Kap.XXVI.
einer Kapelle erbauen, welches sie dem heiligen Patriarchenvon Alexandrien Johannes, wegen seiner Mildthätigkeit ge-gen die Armen Eleemon, oder der Barmherzige genannt, weih-ten ^). Bis zur Eroberung Jerusalems durch die bewaff-neten Wallbrüder hatte aber dieses neue Hospital keine eig-nen Einkünfte, sondern die Mönche desselben empfingen durchden Abt des Klosters der heil. Jungfrau den Unterhalt fürsich und die bcy ihnen wohnenden Pilger theils von den Ti-schen jener bcpden andern Klöster, theils von den Almosenfrommer Christen.
Fu derzeit nun, da Jerusalem von der gräuelvollenHerrschaft der Ungläubigen befrcyct wurde, stand Gerhardaus der Provence, ein frommer und redlicher Mann, derals Pilger an das Grab des Herrn gekommen war, unddann den Entschluß gefaßt hatte, sich der Pflege armer Pil-ger in der heiligen Stadt zu weihen, dem Hospitium zumheiligen Johannes vor. Er gab ein seltenes Beyspicl wahrerchristlichen Menschenliebe. Alle Einwohner von Jerusalemohne Unterschied, nicht nur die schismatischen Griechen, son-dern selbst die Ungläubigen, erfuhren während der Belage-rung von Jerusalem durch die Wallbrüder die MildthätigkeitGerhards, welcher menschenfreundlich den Armen und Dürf-tigen half, wo sie seine Hülfe ansprachen, ohne zu fragen,ob sie auf dem Wege der Wahrheit oder des Jrrthums wan-
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I. io. So unvollständig erzählt dersonst so genaue Wilhelm von Tyrusvon dieser Anstalt; auch ist sehr zuverwundern, daß der Entstehung derJohann iterritter bey ihm gar nichterwähnt wird. Vollständiger sinddie Nachrichten in szaoln clc VI-triaco Listor, lirerus. er,,. 64.