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2 (1843)
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314
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314 Siebenter Tag. Neunte Geschichte.

gend zusagend, und welch eine Hülssquellc für alle DeineBedürfnisse? Welchen Deiner Genossen weißt Du, der aufdem Wege des Vergnügens in bessere Lage gelangt wäre, alsDu gelangen wirst, wenn Du verständig bist? Welcher An-dere würde mit Waffenschmuck, mit Rossen, Kleidern undVermögen so gut versehen sein, als Du es sein wirst, wennDu ihr Deine Liebe bewilligen willst? Oeffne also meinenWorten Dein Herz und besinne Dich; erinnere Dich,

daß einmal, und dann nie wieder, das Glück uns mitheiterer Miene und offenem Schooße entgegen zu tretenpflegt, und daß Der, welcher es alsdann nicht aufzuneh-men weiß, wenn er sich nachher arm und entblößt sieht,sich über sich allein, und nicht über jenes zu beklagen hat.Was überdem die Treue angeht, welche zwischen Herrn

und Diener zu beobachten ist, so ist dies nicht die, welche

zwischen Freunden und Verwandten gilt; vielmehr habendie Diener ihre Herren, insoweit sie es können, ebensozu behandeln, wie sie von diesen Herren behandelt werden.Glaubst Du aber, wenn Du eine schöne Frau, Mutter,Tochter oder Schwester besaßest, die dem Nikostratus ge-siele, daß er dann der Treue nachgehcn würde, die Duihm in Ansehung seiner Frau bewahren willst? Ein Thorbist Du, wenn Du das glaubst! Sei vielmehr gewiß,

daß, wenn Bitten und Schmeichelworte nicht ausreichten,was Dir auch davon dünken möchte, er Gewalt anwen-den würde. Behandeln wir also sie und die Ihrigen,wie sie uns und die Unsrigen behandeln. Benutze dieGabe des Glücks und verscheuche es nicht, sondern geh'ihm entgegen und empfange es, wenn es kommt, undfürwahr, thust Du das nicht, so wird auch, abgesehenvon dem Tode Deiner Gebieterin, der ohne Zweifel dar-aus erfolgen wird. Deine Sprödigkeit Dich später nochso oft gereuen, daß auch Du wirst sterben wollen."

Pyrrhus, der schon öfter über Das, was ihm Luscagesagt, nachgedacht, hatte sich bereits bestimmt, ihr, wennsie wieder zu ihm käme, eine andere Antwort zu ertheilen