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6 (1839) Immanuel Kant's Schriften zur Philosophie der Religion
Entstehung
Seite
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I1V Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes.

bietet *). In den entlegensten Theilen des Systems und vornehmlich in gro-ßen Weiten vom Beziehungsplane, werden die sich bildenden Kör-per, die Kometen, diese Regelmäßigkeit nicht haben können. Undso wird der Raum der Planetenwelt leer werden, nachdem sichAlles in abgesonderte Massen vereinbart hat. Doch können nochin späterer Epoche Partikeln aus den äußersten Grenzen dieser An-ziehungssphäre herabgesunken sein, die forthin jederzeit frei im Him-melsraume in Kreisen sich um die Sonne bewegen mögen. Materienvon der äußersten Dünnigkeit und vielleicht der Stoff, woraus dasZodiakallicht besteht.

4.

Anmerkung.

Die Absicht dieser Betrachtung ist vornehmlich, um ein Bei-spiel von dem Verfahren zu geben, zu welchem uns unsere vorigenBeweise berechtigt haben, da man nämlich die ungegründete Besorg-niß weg schafft, als wenn eine jede Erklärung einer großen Anstaltder Welt aus allgemeinen Naturgesetzen den boshaften Feinden derReligion eine Lücke öffne, in ihre Bollwerke zu dringen. MeinerMeinung nach hat die angeführte Hypothese zum Mindesten Gründegenug für sich, um Männer von auSgebreiteter Einsicht zu einernäheren Prüfung des darin vorgestellten Plans, der nur ein groberUmriß ist, einzuladen. Mein Zweck, insoferne er diese Schrift be-trifft, ist erfüllt, wenn man durch das Zutrauen zu der Regelmä-ßigkeit und Ordnung, die aus allgemeinen Naturgesetzen fließenkann, vorbereitet, nur der natürlichen Weltweisheit ein freieres Feldöffnet, und eine Erklärungsart, wie diese oder eine andere, alsmöglich und mit der Erkenntniß eines weisen Gottes wohl zusam-menstimmcnd anzusehen kann bewogen werden.

*) Die Bildung eines kleinen Systems, das als ein Lheil zu der Pla-netenwelt gehört, wie des'Jupiters und Saturns, imglcichcn die Achsendrehun-gen dieser Himmelskörper werden wegen der Anlagie unter dieser Erklärungmit begriffen.

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