Druckschrift 
3 (1853) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehannah : ein Zeitgemälde
Entstehung
Seite
557
Einzelbild herunterladen
 

557

Und was begannst dn?"

»Ich? Je min, ich gab mein letztes Geld ans, um eine Buchsezu kaufen, hüllte mich in ein grobes Gewand, und bildete michan Lederstrnmpfs Seite zum Jäger. Das klebrige ist Ihnen be-kannt, Richter Temple."

Und warum wollte man nichts von dem alten Fritz Hartmann?"sprach der Deutsche vorwurfsvoll.Hast du nie den Namen desalten Fritz Hartmann ans dem Mnndc deines Vaters gehört, Junge ?"

Ich mag wohl unrecht gethan haben, meine Herren," ent-gegnen der Jüngling;aber ich besaß zu viel Stolz, um unserUnglück zur Schau zu stellen, das auch an dem heutigen Tagegegen meinen Willen an's Licht gefördert wurde. Ich hatte Pläne,die vielleicht träumerisch waren; ich gedachte aber immer, meinenGroßvater, wenn er den Herbst erleben sollte, nach New-Iorkmitznnehmen, wo noch einige entfernte Verwandte leben, diewohl im Laufe der Zeit vergessen haben müssen, daß er Torywar. Aber er schwindet rasch dahin," fuhr er wehmüthig fort,und wird bald an der Seite des alten Mohegan ansruhen."

Die Luft war rein, der Tag schön, und so blieb die Gesell-schaft auf dem Felsen, bis man die Räder von Richter Temple'sWagen an der Seite des Berges herauf raffeln hörte. Die Unter-haltung wurde in der Zwischenzeit mit lebhaftem Interesse fvrtge-führt, und jeder Augenblick warf ans irgend eine zweideutige Hand-lung ein günstigeres Licht, so daß der Widerwille des Jünglingsgegen Marmadnke sichtlich schwächer wurde. Er hatte nicht längeretwas gegen die Entfernung seines Großvaters einznwenden, dereine kindische Freude an den Tag legte, als er sich wieder einmalin einem Wagen sitzen sah. In der weiten Halle des Herrenhausesangelangt, ließ der Greis seine Angen langsam über die Ausstat-tung des Raumes Hingleiten, und durch das peinliche Jrreredcn,worin er den Umstehenden ohne Unterlaß irgend eine nutzlose Höf-lichkeit anbot, schien für Momente ein und der andere Lichtblick