Druckschrift 
3 (1853) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehannah : ein Zeitgemälde
Entstehung
Seite
509
Einzelbild herunterladen
 

509

Sie? wen meinst du ?" rief der Jüngling, indem er sich rasch»ach der von dem Indianer angedenteten Stelle nmwandte;als er aber Elisabeths Gestalt sah, in deren Haltung sich sowohlder Schreck, als auch ein Mißbehagen ansdrückte, mit dem jungenManne an einem solchen Orte zusammen zu treffen, fühlte er sichvor Entsetzen fast der Sprache beraubt.

Miß Temple!" rief er, als er wieder Worte fand,Siehier? Ach, daß Ihnen ein solcher Tod Vorbehalten sein mußte!"

Nein, nein, nein kein Tod, hoffe ich, für irgend Jemandvon uns, Herr Edwards," versetzte sie, indem sie sich bemühte,ruhig zu sprechen.Es ist nur Ranch vorhanden, kein Feuer,das uns beschädigen könnte. Versuchen wir's zu fliehen."

Nehmen Sie meinen Arm," entgegnete Edwards;es mußirgendwo noch eine Lücke sein, um uns dnrchznhclfen. Aber sindSie auch der Anstrengung gewachsen?"

Gewiß. Doch ich glaube nicht, daß die Gefahr so groß ist, HerrEdwards. Führen Sie mich nach der Richtung, wo Sie herkamcn."

Ich will ich will," rief vcr Jüngling mit einer Art ver-zweifelter Entschlossenheit.Ja, ja dort ist keine Gefahr, ichhabe Sie unnöthig beunruhigt."

Aber sollen wir den Indianer verlassen? Können wir ihn,wie er sagt, sterben lassen ?"

Ein Ausdruck schmerzlicher Erregung flog über das Gesicht desjunge» Mannes; er hielt an und warf einen wehmüthigcn Blick ansMohegan zurück, ohne jedoch seine Gefährtin losznlassen, die er mitgewaltigen Schritten vorwärts zog, um in der Richtung, in welcherer hergekommen, einen Weg durch den Flammcnkreis zu suchen.

Nehmen Sie keine Rücksicht ans ihn," sprach er mit derRnhe der Verzweiflung;er ist an die Wälder und an solcheScene» gewöhnt, und entkömmt vielleicht auf den Berg überden Felsen oder bleibt auch wohl, wo er ist, ohne daß seineSicherheit gefährdet würde."