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vor, und blickte über den senkrechten Absturz an der Vorderseite,als ganz in ihrer Nahe ein Rauschen des dürren Laubes ihrenAngen eine ganz andere Richtung gab. Unsere Heldin erschrakob dem Gegenstände, der sich jetzt ihren Blicken darbot; aberein Moment reichte zu, sie ihre Fassung wieder gewinnen znlassen, und sie trat festen Blickes, nicht ganz ohne Neugierde,der Stelle näher.
Mohegan saß auf dem Stamme einer gefallenen Eiche, daslohfarbene Gesicht der Jungfrau zngekehrt, und die Angen mit einerwilden Glut auf ihr Antlitz geheftet, die ein weniger entschlossenesFrauenzimmer entsetzt haben müßte. Die Decke war voiz seinerSchulter gefallen und lag in Falten um ihn her, so daß Brust,Arme und sein ganzer Oberkörper bloß waren. WashingtonsMedaille hing an seinem Halse — ein Merkmal der Auszeichnung,daS er, wie Elisabeth wohl mußte, nur bei besonders wichtigenund feierlichen Anlässen zur Schau trug Das ganze Aenßere desbetagten Häuptlings war jedoch stndirter, als gewöhnlich, undtheilweise wirklich schrecklich. Das lange schwarze Haar war ge-flochten und znrückgeschlagen, so daß sich die hohe Stirne freiüber den durchbohrenden Augen entfaltete. In den ungeheurenSchlitze» seiner Ohren staken, der indianischen Sitte gemäß, roheVerzierungen von Silber, Perlen und Jgelstacheln. Ein großesBüschel ans ähnlichem Material hing von seinem Nasenknorpclans die Lippen herab und ruhte auf seinem Kinne. Rothe Stricheliefen quer über seine rnnzliche Stirne, während eine ähnlicheMalerei mit Abänderungen, wie sie die Laune oder das Herkommeneingeben mochte, seine Wangen bedeckte. Ein Gleiches war auchmit seinem Körper der Fall, und das Ganze zeigte einen indiani-schen Krieger, der sich zn einem Ereigniß von mehr als gewöhn-licher Wichtigkeit vorbereitet hat.
„John! würdiger John! wie geht es Euch?" begann Elisabeth,als sie näher trat. „Ihr seid in dem Dorfe recht fremd geworden.