Druckschrift 
3 (1853) Die Ansiedler an den Quellen des Susquehannah : ein Zeitgemälde
Entstehung
Seite
372
Einzelbild herunterladen
 

rvards.Wer hat ihm Etwas zu Leide gcthan, daß er zwei alteMänner, wie euch, beunruhigen sollte?"

Ich finde immer, daß es schwer ist, Junge, die Absichten derMenschen zu errathen, seit die Ansiedler ihre neuen Moden in'sLand gebracht haben. Sollte übrigens seine Nengier nicht schonhinreichen? Vielleicht verlangt ihn, nach dem Treiben andererLeute zu sehen, da er sich ohnehin gerne in Alles mischt."

Euer Verdacht ist begründet. Gebt mir den Kahn; ich binjung und kräftig, und komme vielleicht noch zeitig geling, um ihmsein Handwerk zu legen. Verhüte der Himmel, daß wir der Will-kür eines solchen Menschen anheim fallen sollten!"

Dieser Vorschlag wurde angenommen, der Hirsch ans demKahne in das Boot gebracht, und in weniger als fünf Minutenglitt das leichte Rindenfahrzeng über den Spiegel des See's hin.Bald aber entschwand cs hinter den Landspitzen und schoß an's User.

Mohegan folgte langsam mit dem Boote, während Natty, dieHunde an der Ferse und die Büchse ans der Schulter, das Gebirgerstieg, um zu Land nach seiner Hütte znrückznkehren.

Achtundzwanzigftes Kapitel

Wer weiß es, was die Jungfrau fühlt.Allein im Augenblick der Schrecken

Ob Irrsinn ihr Gehirn durchwühlt.

Ob Himmelsmächte Kräfte weckenWo cig'ne nimmermehr erklecken.

Scott.

während diese Jagd ans dem See vorfiel, setzten Miß Templeund Luise Grant ihren Spaziergang in's Gebirge fort. Man hieltbei solchen Ausflügen männliche Begleitung für nnnöthig, dennman wußte wohl, daß Niemand ein achtbares Frauenzimmer ver-unglimpfen würde. Nachdem so die Verlegenheit, welche eine Folgeder letzten Besprechung mit Edwards gewesen, sich gelegt hatte,ergingen sich die Mädchen in einer ihrem Charakter entsprechen-den, harmlosen und heiteren Unterhaltung.