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„Ich finde es nicht für unpassend, das; diese Frage mir zurEntscheidung vorgelegt wird, da ich die Verpflichtung habe, überden Frieden des Distrikts zu wachen; und Menschen, mit tätli-chen Waffen in den Händen, sollte man nie in einen Streit ge-raden lassen, in welchem ihre bösen Leidenschaften die Oberhandgewinnen können. Es scheint, das; in dem bestrittenen Falle wederein mündlicher noch ein schriftlicher Vertrag vorliegt, weßhalb ervernünftiger Weise mittelst der Analogie, das heißt durch Ver-gleichung eines Dinges mit dem andern, benrtheilt werden muß.Es gilt aber in Duellen, wo beide Theilc schießen, allgemein dasAbschnappen für einen Schuß; und wenn dies; schon da'zntrifft, wodie Gegenpartie ein Recht hat, wieder zu schießen, so scheint csmir eine unvernünftige Behauptung, das; ein Mann einen ganzenTag dastehen und ans einen Truthahn abschnappcn dürfe. MeineMeinung geht demnach dahin, daßNathanaelBumppo seine»Schußverloren hat, und einen andern Schilling zahlen muß, che ihmdas Recht eines neuen Versuches zngestanden werden kann."
Diese Ansicht von Seiten eines so bedeutenden Mannes, welchenoch obendrein mit gehörigem Nachdruck ausgesprochen wurde,brachte Alle zum Schweigen, denn die Zuschauer hatten schon mitgroßer Wärme für die verschiedenen Bctheiligten Partei genom-men. Nur Lcderstrnmpf gab sich nicht so leicht zufrieden.
„Ich denke, man sollte auch Miß Elisabeths Gedanken hören,"sagte Natty. „Ich bin oft Zeuge davon gewesen, das; die Weibersehr guten Rath ertheiltc», wenn die Indianer sich nicht mehr zuhelfen wußten. Sobald sie erklärt, das; ich mich gefangen gebenmüsse, will ich verloren haben."
„Dann bin ich der Meinung, das; Ihr diesmal im Nachtheileseid," versetzte Miß Temple. „Aber ich will die Einlage zahlen,und Ihr mögt den Schuß erneuern, wenn anders Brom es nichtvorzieht, mir den Hahn für einen Dollar abzntretcn. Ich willihn bezahlen und das Leben des armen Opfers retten."