Marmadnke, noch ehe er die Hausthüre erreichte, seine Gefähr-ten vermißte. Die genannten Pfade setzte» ihn in den Stand,ihre Spur zn verfolgen, und so fand er sie denn, bis ans dieKöpfe in dem Schnee begraben, wobei Richard ans Leibeskräftensang:
Fort, fort mit den GrillenUnd fort mit den Stillen —
Daß Sorgen nicht streuen die silbernen FlockenZu frühe in unsere dunkclen Locken.
Fünfzehntes Kapitel.
„Wie es lag, an jenem Tag, in der Bai von Biskay, oh!"
Uwch ehe die im vorigen Kapitel beschriebene Scene im küh-nen Dragoner ihren Anfang nahm, war Elisabeth wohlbehaltennach dem Herrenhanse znrückgeleitet worden, wo sie nun, als dieGebieterin desselben, nach Belieben schalten und den Abend nachihrer Neigung verbringen konnte. Die Lichter waren meistenserloschen; da jedoch Benjamin mit großer Pünktlichkeit und Vor-sorglichkcit vier große Kerzen in eben so vielen massiven Messing-leuchtern auf dem Servirtische der Reihe nach anfgepflanzt hatte,so gewann dadurch die Halle eine eigenthümliche Behaglichkeit,welche mit dem unerfreulichen Anblick des Akademiesaals in einemschroffen Gegensätze stand.
Remarkablc hatte Herrn Grants Predigt gleichfalls mitange-hvrt, und ihre Empfindlichkeit, welche die rauhen Worte desRichters nicht wenig erhöht hatten, war durch den Einfluß desGottesdienstes etwas gemildert worden. Sie gedachte der JugendElisabeths, und meinte, es dürfte nicht schwer werden, auch un-ter den gegenwärtigen Verhältnissen jene Macht zu üben, welchesie bisher unbestritten besessen. Der Gedanke, Jemand über sichzu haben, gegen den sie in der Abhängigkeit eines Dienstbotenstehen sollte, war ihr durchaus unerträglich, und sie hatte sichbereits ein halb Dutzend Entwürfe gebildet, wie sie es angreifen