121
ist, Leute ansschicken, und in den Bergen nach Steinkohlen gra-ben lassen."
„Steinkohlen?" wiederholte Richard. „Und wer, znm Teufel,meinst du, wird nach Kohlen grabe», aven» man, bis man aufeinen Scheffel derselben stößt, mehr Banmwnrzel» findet, alsman in einem Jahre verbrennen kann? Pah, pah, Marmadnkc;überlaß derartige Dinge mir, als einem Manne, der einen an-geborenen Takt dafür hat. Ich habe heut dieses Feuer anznndenlassen, damit das Blut meines hübschen Väschens durch etwasEdleres erwärmt werde."
„Nun, diesen Grund lass' ich als Rechtfertigung gelten," sagteder Richter. — „Aber, meine Herren, mir lassen auf uns warten.Elisabeth, liebes Kind, sehe dich oben an den Tisch; ich sehe,Richard will mir die Mühe des Vorschneidcns ersparen, da er sichunten hat decke» lassen."
„Allerdings habe ich das im Sinne," sagte Richard. „Hier istein Truthahn zu zerlegen, und ich schmeichle mir, daß ich einenTruthahn, eine Gans oder etwas der Art so gut als Einer zutranchiren verstehe. Herr Grant! wo ist Herr Grant? WollenSie so gut sein, und das Gebet sprechen., Sir? Ah, cs ist schonAlles wieder kalt. Man darf bei diesem Wetter nur Etwas vomFeuer nehmen, so ist cs in fünf Minuten schon gefroren. Herr-Grant, das Tischgebet. ,Für Alles, was uns Gott gnädig be-schert, wolle er uns mit gnfrichtigcm Danke erfüllend SetzenSie sich, setzen Sie sich, meine Herren. Willst du Flügel oderBrnst, Väschen Elisabeth?"
Aber Elisabeth hatte sich weder »iedergesetzt, noch war sie be-reit, Flügel oder Brust anznnehmen. Ihre lachende» Augen mu-sterten das Arrangement der Tafel neben der Art und der Aus-wahl der Speisen, bei welchem Geschäft sie bald mit dem Blickeihres Vaters znsammentrafen, der unter einem Lächeln sagte:
„Du siehst, mein Kind, wie sehr wir Remarkable für ihre