neuen Theilen des Staates häufig dieser Bezeichnung, und fügte ihrgewöhnlich auch noch den Namen des Grundbesitzers bei, wie z. B.in dem gegenwärtigen Falle, Temple's- oder Effinghams-Patent.
Major Hartmann war der Abkömmling eines Mannes, der inGemeinschaft mit einer Anzahl seiner Landsleute und ihren Fa-milien von den Ufern des Rheins nach denen des Mohawk aus-gcwandert war. Diese Uebersiedclnng hatte schon unter der Re-gierung der Königin Anna stattgcfnnden, und die Abkömmlingeder ursprünglichen Auswanderer lebten nun sehr verbreitet undfriedlich an den fruchtbaren Usern des schönen Flusses.
Die Deutschen oder Hochländer, wie man sie nannte, um sie vonden niederländischen Kolonisten zu unterscheiden, waren ein eigen-thümliches Volk. Sie besaßen den ganzen Ernst dieser Letzter»ohne ihr Phlegma, und standen ihnen an Fleiß, Ehrlichkeit undGenügsamkeit nicht nach.
Fritz oder Friedrich Hartmann war ein Inbegriff aller Fehler,Schwächen und Vorzüge seines Volkes. Trotz seiner Wortkarg-heit war er doch leidenschaftlich, eigensinnig und mißtrauisch gegenFremde, zeigte übrigens dabei einen unbeugsamen Mnth, eine un-bestechliche Redlichkeit und eine treue Anhänglichkeit an seine Freunde.Seine einzige Wandelbarkeit bestand darin, daß er leicht vom Ernstezur Heiterkeit überging, obgleich der crstere Zug bei weitem dervorherrschende war. Marmadnke Temple hatte sich schon in derersten Zeit ihrer Bekanntschaft seine Zuneigung erworben, wie dennauch dieser der einzige Mann war, der, ohne deutsch sprechen zukönnen, sich sein ganzes Vertrauen gewonnen. Viermal im Jahr,jedesmal zur Zeit der Sonnenwende, verließ er sein niedriges,steinernes Hans an den Ufern des Mohawk, und wanderte dreißigMeilen durch die Berge nach der Thüre des Herrenhauses inTempleton. Hier blieb er gewöhnlich eine Woche, und stand da-bei im Rufe, einen großen Theil dieser Zeit mit Herrn RichardJones in lustiger Schwelgerei zu verbringen. Aber Jedermann