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als mancher Christ, denn er vergißt nie eine» Freund, und liebtdie Hand, welche ihm sein Brod reicht."
Es lag etwas Eigenthümliches in dem Benehme» des Jägers,was die Aufmerksamkeit des jungen Frauenzimmers auf sich zog,wie sie denn auch von dem erste» Augenblicke au, seit sie seineransichtig geworden, sein Aeußeres und seine Tracht mit der gespann-testen Aufmerksamkeit betrachtete. Er war hoch und so mager,daß er sogar noch größer erschien, als er wirklich war. Auf demmit dünnen, schlichten, röthlichen Haaren bedeckten Kopfe trug ereine Fnchsmützc, die an Gestalt der des Reisenden ähnelte, anEleganz aber ihr weit nachstand. Sein Gesicht war fleischlos,fast abgezehrt, aber ohne Spur von Krankheit, denn im Gegentheildeutete Alles bei ihm auf die kräftigste und ausdauerndste Ge-sundheit. Kälte und häufiger Aufenthalt' im Wind und Wetterhatten seine Haut gleichförmig geröthet. Seine grauen Angenblitzten unter einem Paar zottiger Brauen hervor, in deren natür-liche Farbe sich ziemlich viel Gran gemischt hatte. Der magereHals war bloß und so roth, als sein Gesicht, und wo er sich andas Oberkleid anschloß, zeigte sich der schmale Streifen eines ge-würfelten Hemdkragens. Eine Art Nock ans mit den Haaren ver-sehenen Hirschfetten wurde mittelst eines Gürtels von farbigemWollcnzcng um seinen Körper znsammengehalten. An seinen Füßenhatte er Mocasstns aus Hirschhänten, die nach der Sitte der In-dianer mit Stachclschweinstacheln verziert waren, und an hirsch-lederne Hose» schlossen sieb über den Knieen Kamaschen von dem-selben Materiale an — eine Kleidung, welche ihm unter den An-siedlern den Beinamen Lederstrnmpf erworben hatte. Ueber seinelinke Schulter lief ein Riemen von Hirschleder, an dem ein unge-heures Ochsenhorn hing, welches so dünn ansgeschabt war, daßman das darin enthaltene Pulver dnrchscheincn sehen konnte; dasbreitere Ende desselben enthielt einen hölzernen Boden, währenddas andere sorgfältig mit einem kleinen Pfropfen verwahrt war.