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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
Entstehung
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471
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Als diese einfache und doch furchtbare Ankündigung in dieOhren der Zuhörer drang, erfolgte eine so tiefe und schauerlicheStille, als ob das hohe Wesen, das sie-anbetete», die Worteohne Hülfe menschlicher Organe gesprochen hätte: selbst der ent-seelte Uncas schien belebt im Vergleich mit der demüthigen, unter-würfigen Menge, von der er umgeben war. Jedoch der unmittel-bare Eindruck verschwand allmälig wieder, und leise, murmelndeStimmen begannen eine Art von Gesang zu Ehren der Totsten.Es waren weibliche Laute, durchdringend, sanft nnd klagend. DieWorte hatten unter sich keine regelmäßige Folge: wenn Eineaufhörte, nahm eine Andere den Lobgesang oder die Tranerklage,wie man nennen mochte, wieder ans und drückte ihre Em-pfindungen in einer Sprache aus, wie sie ihr das Gefühl unddie Verhältnisse eingaben. Dazwischen wurden die Sprecherinnenvon lauten nnd allgemeinen Ausbrüchen des Schmerzes unter-brochen, während welcher die Mädchen um Cvra's Bahre diePflanzen und Blumen auf ihrem Körper in wilder Hast zer-pflückten, als wären sie vor Gram wahnsinnig. In milderenAugenblicken jedoch wurden diese Sinnbilder der Reinheit nndsüßer Anmuth mit allen Zeichen zärtlicher Thcilnahme wieder anihre frühere Stelle gelegt. Obgleich ihre Worte durch die viel-fachen, stärkeren Ausbrüche der Empfindung unzusammenhängenderschienen, so würde eine Ucbertragnng derselben doch regelmäßigwicderkehrende Wechsel nnd in ihnen eine Reihenfolge von Ge-danken zu Tage gebracht haben.

Ein Mädchen, durch ihren Rang und ihre Eigenschaften hiezubesonders auserlesen, begann mit bescheidenen Anspielungen aufdie Verdienste des gefallenen Kriegers, nnd schmückte ihre Aus-drncksweise mit jenen morgenländischen Bildern, welche dieIndianer ohne Zweifel von den äußerste» Enden des andernFestlandes mit herübergebracht haben, und die an sich schon einGelenk in der Verbindnngskettc der Geschichte der zwei Welten