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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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Unsere Augen blicken nach der ausgehenden, nicht nach der nieder-gehenden Sonne. Wir wissen, woher sie kommt, aber nicht, wo-hin sie geht. Es ist genug."

Die Männer der Lenapen horten seinen Worten mit all' derAchtung zu, die der Aberglaube zu leihen vermag, und fandenselbst in der bildlichen Sprache, in welcher der junge Sagamoreseine Gedanken mittheiltc, einen geheimen Reiz. Uncas selbst be-obachtete mit kundigem Auge den Eindruck dieser kurzen Erläute-rung und stimmte den Ton der Hoheit, welchen er angenommenhatte, allmälig wieder herab, als er bemerkte, daß seine Zuhörerbefriedigt waren. Sein Blick, der über die, um Tamenunds er-habenen Sitz versammelte Menge schweifte, traf Hawk-eye in sei-nen Bauden. Ungestüm vorschreiteud drängte er sich zu seinem Freundeheran, durchschnitt mit schneller, ungeduldiger Hand die Riemenund winkte der Menge, sich zu thcilcn. Die Indianer gehorchtenschweigend und wieder bildeten sie einen Kreis, gleich dem vor desJünglings Erscheinen unter ihnen. Uncas nahm den Kundschafterbei der Hand und führte ihn zu den Füßen des Patriarchen.

Vater," sprach er,sieh' dieses Blaßgesicht an; er ist ei» ge-rechter Mann und ein Freund der Delaware»."

Ist er ein Sohn Mignons?"

Nicht doch; ei» Krieger, bekannt unter den Ijcngecse und ge-fürchtet von den Maqua's."

Welchen Namen hat er durch seine Thateu gewonnen?"

Wir nennen ihn Hawk-eye!"") versehte Uncas, des delawari-schen Ausdrucks sich bedienend,denn sein Blick fehlt nie. DieMingo's kennen ihn noch besser durch den Tod, den er unter ihreKrieger bringt: bei ihnen heißt er die lange Büchse."

Uu longue Lsrublne!" rief Tamenuud, seine Augen öffnend,und den Kundschafter streng anseheud.Mein Sohn hat nichtwohl gethan, ihn Freund zu nennen."

*) Falkenauge.