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auf den Weisen war ebenso stark, obgleich er sich ans andere Art zuerkennen gab. Er fuhr mit der Hand über die Augen, als wolleer sie oor einem so schmachvollen Anblick ferne halten, und wie-derholte in seinen leisen Kehllauten die so eben gehörten Worte:
„Ein Delaware! Ich habe erlebt, daß die Stamme der Lcna-pcn, von ihren Versammlnngsfeuern vertrieben, gleich zerspreng-te» Rudeln Wildes zwischen die Berge der Irokesen zerstreut wur-den. Ich habe die Aexte eines fremden Volkes die Wälder in denThälern fällen sehen, welche die Stürme des Himmels verschonthatten. Ich habe gesehen, wie das Wild, das ans den Bergengeht, und die Vögel, welche über die Bäume fliegen, in den Wig-wams der Menschen leben, aber noch nie zuvor Hab' ich gefunden,daß ein Delaware so niederträchtig war, einer giftigen Schlangegleich, in die Lager seiner Nation zu kriechen."
„Die Singvögel haben ihre Schnäbel geöffnet," entgegnetcUncas in den sanftesten Tönen seiner melodischen Stimme; „undTamennnd hat ans ihren Gesang gehört!"
Der Weise fuhr empor und neigte sein Haupt ans die Seite, alswollte er die fliehenden Töne einer verklungenen Melodie erhaschen.
„Träumt Tamennnd?" rief er. „Welche Stimme klingt inseinem Ohr? Sind die Winter rückwärts gegangen? Wird derSommer wieder zu de» Kindern der Lenapen kommen?"
Feierliches, ehrfurchtsvolles Schweigen folgte diesem nnznsam-menhängenden Ausbruch ans dem Munde des delawarischen Pro-pheten. Sein Volk bildete diese unverständliche Rede gerne zueiner jener geheimnißvollc» Unterredungen, die er, wie sic glaub-ten, öfter mit einem höheren Wesen pflege; und Alle ekwartetenmit heiliger Scheu den Schluß der Offenbarung. Nach einer lan-gen Panse jedoch wagte einer der betagten Männer, als er wahr-riahm, daß der Weise die Erinnerung an den anwesenden Fremd-ling ganz verloren habe, ihn an den Gefangenen zu mahnen.
„Der falsche Delaware zittert, Tamenunds Worte zu verneh-