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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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vergiftet, um seinen Blutdurst zu stillen. Du, der du lauge ge-lebt und die Uebcl der Welt kennen gelernt hast, solltest das Elendder Unglücklichen zu mildern wissen!"

Die Augen des alten Mannes öffneten sich schwerfällig, undnoch einmal blickte er auf die versammelte Menge. Als die durch-dringenden Töne der Flehenden sein Ohr trafen, bewegten sie sichlangsam nach Cora und blieben endlich fest auf ihr ruhen. Ansdie Kniee geworfen und mit ineinandergeschlnngene», auf die Brustgedrückten Händen, war sie ein schönes, athmendes Musterbild ihresGeschlechts, während sie mit einer Art heiliger Ehrfurcht auf dasverwelkte, aber majestätische Antlitz des Greises blickte. Allmäligveränderte sich der Ausdruck von Tamenunds Zügen und ihre Leereging in Bewunderung über; ei» Theil jenes Geistes flog wiederüber sie, dessen jugendliches Feuer ein Jahrhundert früher so oftin die Adern der Delawarenstämme überströmte. Ohne Hülfe, undwie es schien, ohne Anstrengung sich erhebend, fragte er mit einerStimme, deren Festigkeit seine Zuhörer in Erstaunen setzte:

Wer bist du?"

Ein Weib von einem verhaßten Gcsctzlechte, wenn duwillst eine Aengee, aber ein Wesen, das dir nie Etwas zu Leidegethan hat und deinem Volk Nichts zu Leide thnn kann, wennes auch wollte, ein Wesen, das dich um Beistand ansseht."

Sagt mir, meine Kinder," fuhr der Patriarch mit heisererStimme fort, seiner Umgebung winkend, obgleich seine Auge»immer noch auf der knieenden Cora verweilten:wo haben sichdie Delaware» gelagert?"

Auf den Bergen der Irokesen, jenseits der klaren Quellendes Horican."

Mancher sengende Sommer ist gekommen und gegangen,"fuhr der Weise fort;seit ich von den Wassern meines eigenenFlusses getrunken habe. Die Kinder des Mignon O sind die ge-

*) William Penn hieß bei den Delawarcn Miquon; und da er sich nie eine Ge-Der letzte Mohikan. 27