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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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über die Wangen der Tochter, als ob sic noch nie zuvor geweinthätte. Die besänftigende Zärtlichkeit Dnncan's stillte jedoch baldden ersten Ansbrnch ihres Schmerzes, nnd sie hörte ihm mit un-getheilter Aufmerksamkeit, wenn nicht mit Fassung zu, bis er mitseiner Erzählung zu Ende war.

Und jetzt, Alice," fügte er hinzu,werden Sie sehen, wieviel wir noch von Ihnen erwarten müsse». Mit Hülfe unsereserfahrenen und unschätzbaren Freundes, des Kundschafters, könntees möglich werden, den Händen dieses wilden Volkes uns zu ent-ziehen. Sie werden aber alle ihre Seeleustärke aufbicten müssen:bedenken Sie, das; Sic den Armen Ihres ehrwürdigen Vaterszneilen, und wie sehr sein und Ihr Glück von Ihren Anstrengun-gen abhängt."

Kann ich anders für einen Vater handeln, der so viel fürmich gethan hat?"

Und auch für mich," fiel der Jüngling ein, ihre Hand, dieer zwischen der seinigen hielt, sauft drückend.

Der Blick der Unschuld und Ueberraschnng, der ans ihrem AugeanfHeyward fiel, sagte diesem, daß er sich deutlicher erklären müsse.

Hier ist weder Ort noch Zeit, Sie mit selbstischen Wünschenbekannt zu machen," fügte er hinzu,aber welches Herz, so ge-preßt, wie das meinige, sollte nicht wünschen, seine Bürde abzu-werfen? Unglück, sagt man, sei das mächtigste aller Bande; waswir gemeinschaftlich um Ihretwillen erduldet haben, ließ nurwenig zwischen Ihrem Vater und mir dunkel."

Und meine thenerste Cora, Dnncan; gewiß ist Cora nichtvergessen worden?"

Nicht vergessen! nein, sie ist bemitleidet, betrauert worden,wie selten ein Mädchen zuvor. Ihr erwürdiger Vater kanntekeinen Unterschied zwischen seinen Kindern; aber ich Alice,Sie werden mir vergeben, wenn ich sage, daß für mich ihr Werthin Etwas verdunkelt"

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