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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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wirbelte in kleinen Sänken über ihre Köpfe empor und zog sichschneckenförmig und schnell durch die Oeffnnng am Dache derHütte, den Platz unter sich von seinem Dunste reinigend, so daßdie dunkeln Gesichter zumal wieder deutlich sichtbar wurde». DieBlicke der meiste» Krieger waren auf die Erde geheftet, und nurwenige Jüngere, minder Begabte in der Versammlung ließen ihrewilden, blitzenden Augäpfel auf einen Greis mit weißen Haarenrollen, der zwischen zwei der geehrtesten Häuptlinge des Stammessaß. Es lag übrigens nichts in dem Aeußern und dem Anzugdieses Indianers, das ihn zu solcher Auszeichnung hätte berechtigenkönnen. Seine Miene drückte eher Niedergeschlagenheit ans, alsdaß sie sich durch die den Eingebornen eigne Haltung bcmerklichmachte, und seine Kleidung war die gewöhnliche eines Indianersder niederen Klaffen. Wie bei den Meisten um ihn her, war auchsei» Blick eine Weile zur Erde gerichtet; als er aber endlich einmalseine Angen verstohlen bei Seite sehen ließ und gewahrte, daß erder Gegenstand allgemeiner Aufmerksamkeit geworden war, stander auf und erhob mitten in der allgemeinen Stille seine Stimme:

Es war eine Lüge," sprach er,ich hatte keinen Sohn. Er,der mit diesem Namen genannt wurde, ist vergessen; sein Blut warblaß, und kam nicht aus den Adern eines Huronen; die verruchtenChippewas hatten mein Weib bethört. Der große Geist hat ge-sagt: Wiß-en-tush's Geschlecht soll enden Glücklich der, wel-cher weiß, daß das Verderben in seinem Geschlecht mit ihm stirbt!Ich habe gesprochen."

Der Redner, dessen Sohn der feigherzige junge Indianer ge-wesen war, blickte umher, als wollte er in den Augen der ZuhörerBeifall über seine» Stoieismus lesen. Aber die strengen Sittenseines Volkes hatten dem alten schwachen Manne eine zu harteProbe auferlegt, der Ausdruck seines Auges widersprach seinenbilderreichen, ruhmredigen Worten, während jede Muskel seinesmit Runzeln bedeckten Gesichtes vor innerer Qual zuckte. Er blieb

Der letzte Mvhikan. 82