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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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niedergeschlagene» Gesichtszüge preis, nm einen ängstlichen, nn-rnhigcn Blick ans die finstere Versammlnng der Hänptlinge zuwerfen. Das Stillschweigen ward endlich von dem öfter genann-ten betagten Hänptlinge unterbrochen. Er erhob sich von derErde, ging an der unbeweglichen Gestalt des Mohikaners vorbei,und stellte sich in würdevoller Haltung vor den Schuldigen. Indiesem Augenblick trat die vorerwähnte alte Squaw, eine Fackelin der Hand, in den Kreis, ans die eine Seite geneigt einenTanz beginnend und die unverständlichen Worte einer Art vonBeschwörung murmelnd. Obgleich sic sich unberufen eingcdrängthatte, so ließ man sie dennoch gewähren.

Als sie sich Uncas genähert hatte, hielt sie ihm den loderndenFencrbrand dicht entgegen, dessen rothcr Schein ein so vollesLicht auf ihn warf, daß man die geringste Bewegung in seinen Ge-sichtszügen unterscheiden konnte. Der Mohikaner bebarrte in sei-ner festen, stolzen Haltung; und sein Auge, verschmähend, ihremforschenden Blicke zu begegnen, schaute fest in die Ferne, als obes die Hindernisse, die seine Blicke hemmten, dnrchdränge und indie Zukunft schaute. Zufrieden mit ihrer Untersuchung, verließsie ihn mit einem leichten Ansdruck des Vergnügens, nm ihrenschuldigen Landsmann derselben Probe zu unterwerfe».

Der junge Hnrone war mit den Kriegsfarben seines Stammesbemalt und sein Anzug verhüllte wenig von seinen schön gebildetenFormen. Das Licht ließ alle Glieder und Gelenke genau unter-scheiden; aber schaudernd wandte sich Dnncan ab, als er sah, wiesie in unbesiegbarer Todesangst rangen. Die Alte stimmte beidiesem traurigen und schimpflichen Anblick ein tiefes, klagendesGeheul an; der Häuptling aber streckte seinen Arm ans unddrängte sie sanft auf die Seite.

Schwankendes Rohr!" sprach er, den jungen Schuldigen beiseinem Namen und in seiner Muttersprache anredend;obgleich dergroße Geist dich gefällig für das Auge geschaffen hat, so wäre es