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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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mit einem Blick herab, der mehr als Verachtung ansdrückte; imnächsten Augenblick aber nahm er die ruhige, lehnende Haltunggegen den Pfosten wieder ein: aber diese Veränderung der Stel-lung hatte Duncan vergönnt, einige Blicke mit den festen, durch-dringenden Augen des Gefangenen mit Uncas zu wechseln.

Athemlos vor Erstaunen und schwer geängstet über die gefähr-liche Lage des Freundes, wich Heyward diesem Blicke ans, zit-ternd, das Verderben des Gefangenen wußte er auch nicht wie zu beschleunigen. Doch diese Furcht war für den Augenblickunnütz. Jetzt drängte sich ein Krieger durch die erhitzte Menge,Weiber und Kinder mit ernster Miene bei Seite weisend, nahmUncas beim Arm und führte ihn gegen die Thüre des Versamm-lungshanses. Alle Häuptlinge und die meisten ausgezeichnetenKrieger der Nation folgten, und der ängstliche Hcyward fandMittel, sich unter ihnen mit einzudrängen, ohne eine ihm selbstgefährliche Aufmerksamkeit zu erregen.

Einige Minuten gingen darüber hin, den Anwesenden nachihrem Rang und Einfluß in dem Stamme Plätze anznweisen. DieOrdnung war ziemlich dieselbe, wie bei dem früheren Zusammen-treffen: die älteren und höheren Häuptlinge nahmen den Vorder-grund des geräumigen Gemaches ein, hell beleuchtet von demblendenden Lichte einer Fackel, indes; die jüngeren, untergeordne-teren Krieger im Hintergründe sich sammelten, eine dunkle Masseschwärzlicher Gestalten und scharf ausgeprägter Gcstchtszüge.Mitte» im Kreise, unmittelbar unter einer Oeffnnng, durch welcheein paar Sterne flimmerten, stand Uncas, ruhig, erhaben, gefaßt.Seine Hoheit und Würde verfehlte ihres Eindruckes ans die Sie-ger nicht: ihre Blicke wandten sich oft mit einem Ausdruck ansihn, der, die Unbengsamkcit ihrer Entschlüsse verkündend, dennochvon Bewunderung für den kühnen Mnth des Fremdlings zeugte.

Anders das Individuum, welches Duncan vor dem verzweifel-ten Reihenlanf neben seinem Freunde hatte stehen sehen. Statt