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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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Es lag vielleicht in diesem Gedanken Etwas, was seiner eigenenkühnen Natnr und jener geheimen Vorliebe für verzweifelte Aben-teuer znsagte. Diese war mit seiner Erfahrung gestiegen, bis Wag-nis; und Gefahr ihm gewissermaßen znm Lebensbedürfnis; gewordenwaren. Statt dem Plaue Duncans sich weiter entgegenzusetzen schlugseine Stimmung plötzlich um, und er bot sich zur Mithülfe an.

Kommt," sprach er wohlwollend lächelnd;dem Bock, derin's Wasser will, muß man vorangehen, nicht folgen. Chin-gachgook hat so viele Farben, als die Frau eines Jngenienroffi-ziers, der die Natnr ans Papierschnitzel malt, so daß die Bergewie Hansen verdorbenen Heues aussehen, und man den blauenHimmel mit den Händen erreichen könnte. Der Sagamore kannauch gut damit umgehen. Setzt Euch da auf den Baumstamm,und ich wette meinen Kopf, er macht noch schneller einen natür-lichen Narren aus Euch, so das; Ihr Euch selbst gefallen sollt."

Dnucau gehorchte, und der Mohikaner, welcher der Unterre-dung aufmerksam zugchört hatte, unterzog sich gerne dem Geschäft.Lange geübt in all den feineren Künsten der Eingebornen, zog ermit großer Gewandtheit und Schnelligkeit jene fantastischen Sch.at-tenlinien, welche die Wilden als ein Zeichen fröhlicher und scherz-hafter Gemüthsstimmung zu betrachten pflegen. Jeder Zng, dermöglicher Weise ans eine geheime Neigung znm Kriege hätte be-zogen werden können, wurde sorgfältig vermieden, während erauf der andern Seite auf jede Nuance achtete, die eine freund-liche Gesinnung bekräftigen konnte.

Kurz, er opferte gänzlich den Krieger der Mummerei des Nar-ren. Solche Erscheinungen waren bei den Indianern nicht unge-wöhnlich; und da Duncau bereits durch seine Kleidung zur Ge-nüge unkenntlich war, durfte mau mit einigem Grund annehmen,er werde sich bei seiner Kcnutniß des Französischen für einenGaukler von Ticonderoga ausgeben dürfen, der unter den verbün-deten und befreundeten Stämmen nmherschwärme.