286
„Laßt uns keinen Augenblick verlieren, ohne gute und drin-gende Gründe."
„Der Rauch will mir gar nicht gefallen, den Ihr dort an demFelsen über dem Canoe aufsteigen seht," unterbrach ihn der zer-streute Kundschafter. „Ich sehe mein Leben daran, andere Augen,als die unseren sehen ihn und wissen, was er zu bedeuten hat.Nun, Worte machen nichts besser, und es ist Zeit, daß wir handeln."
Hawk-eye stieg tief nachdenklich von seinem Späheort an dasUfer hinab. Hier theilte er den Erfolg seiner Beobachtungen seinenGefährten in delawarischer Sprache mit, und eine kurze, ernstlicheBerathnng folgte. Als sie zu Ende war, schritten alle Drei so-gleich zur Ausführung ihrer Beschlüsse.
Sie hoben das Canoe ans dem Wasser und trugen es ansden Schultern nach dem Walde, indem sie möglichst breite, in dieAugen fallende Spuren hintcrließen. In Kurzem erreichten sie einGewässer, welches sie überschritten und sich bald an einem nacktenFelsen von bedeutendem Umfange fanden. Von hier ans, wo ihreFußstapfen nicht weiter sichtbar sein konnten, wandten sie ihren Wegzurück nach dem Bache, indem sie mit der äußersten Vorsicht rück-wärts gingen. Jetzt folgten sie dem Bett des kleinen Flusses bisnach dem See, und ließen ihr Canoe alsbald wieder in's Wasser.Ein niedriger Felsenvorsprnng verbarg sie hier vor der Landspitze,und der Rand des See's war eine Strecke weit mit dichten, hcrab-hängenden Büschen bewachsen. Unter dem Schutze dieser von derNatur gebotenen Vvrthcile, verfolgten sie ihren Weg mit aus-dauerndem Eifer, bis der Kundschafter für angemessen hielt,wieder zn landen.
Hier blieben sie liegen, bis der Abend die Gegenstände demAuge unkenntlich und ungewiß machte. Dann nahmen sie ihrenWeg wieder aus und ruderten, von der Finsterniß begünstigt, inaller Stille rüstig auf das westliche Ufer zu. Obg leich die rauhenUmrisse der Berge, auf die sie lossteuerten, Duncans Auge keine