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sein Blut fließen zu scheu, ohne daß dafür einigen Feinde» deTodesschrei entrissen wird."
„Aber unsere Gegenwart — das Ansehen Obrist Munro'swürde hinlänglicher Schuh gegen den Unwillen unsrer Verbün-deten sein, besonders in einem Fall, wo der Elende sein Schicksalnur zu wohl verdient hat. Ich hoffe zum Himmel, daß ein sowenig triftiger Grund Euch nicht einen Schritt von der geradenRichtung unsers Weges abzuweichcn vermocht habe."
„Glaubt Ihr, die Kugel des Spitzbuben wäre ausgewicheu,wenn Seine Majestät, der König, ihr in dem Wege gestandenhätte?" eutgegnete der unbeugsame Kundschafter. Warum ließder große Franzose, der Generalkapitäu von Cauada ist, nicht dieTomahawks der Hurouen begraben, wenn das Wort eines Weißenso großen Einfluß auf die Natur eines Indianers übt?"
Heyward'.s Antwort wurde durch einen Seufzer Munro's unter-brochen: er schwieg deshalb aus Achtung vor dem Kummer seinesbetagten Freundes einen Augenblick, fuhr aber dann fort:
„Der Marguis von Moutcalm kann diese Schuld allein mitseinem Gott abmachen," sprach der junge Mann in feierlichemTone.
„Ja, ja, nun ist Vernunft in Euren Worten: denn sie stützensich auf Religion und Ehre. Es ist ein großer Unterschied, einRegiment Weißröcke zwischen Wilde und Gefangene werfen, odereinem wüthenden Wilden mit Worten, die stets „mein Sohn"beginnen müssen, aus dem Gedächtnisse zu bringen, daß er einMesser und eine Büchse trägt. Nein, nein," fuhr der Kundschaf-ter fort, indem er nach dem verschwindenden Ufer von WilliamHenry zurückblickte, das immer weiter znrückwich — und dabei,wie er pflegte, still und herzlich lachte: „sie müssen unsere Spurauf dem Wasser suchen, und wenn die Sataue nicht mit denFischen Freundschaft schließen und von ihnen hören, wer au diesemschönen Morgen über ihren See gerudert hat, so kriegen wir den