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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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Schritte auf ihrem Wege nach dem See de» Augen der Wandererdarboten, waren so verschieden als ihre Charaktere. Der Jüng-ling warf, leichten Schrittes über die Ebene wandelnd, ernsteaber verstohlene Blicke ans die verstümmelten Schlachtopfer, ängst-lich, die Gefühle, die sich ihm aufdrangen, zn verbergen, unddoch zn unerfahren, um ihrem mächtigen Einflnffe sich ganz ent-ziehen zu können. Sein rother Gefährte dagegen war weit übereine solche Schwäche erhaben. Festen Schrittes und mit ruhigerMiene ging er durch die Gruppen von Leichnamen hin, so das;man wohl erkannte, lange Gewohnheit habe ihn mit dergleichenScenen vertrant gemacht. Selbst die Gefühle, welche dieser An-blick in den Gemüthern der Weißen erregte, waren verschiedenerArt, doch herrschte bei ihnen Allen der Kummer vor. Der Eine,obwohl jetzt als Waidmann verkleidet, vcrrieth durch seine grauenHaare, die gefurchte Stirne und leine kriegerische Haltung einenMann, der an Scenen des Krieges schon lange gewohnt war; erschämte sich aber gleichwohl nicht, laut zu seufzen, wenn ein un-gewöhnlich schrecklicher Anblick ihm vor Augen trat. Derjunge Manu an seiner Seite schauderte,' schien aber aus zarterSchonung für seinen Begleiter solche Empfindungen zn unter-drücken. Unter ihnen Allen sprach allein der Letzte, welcher gleich-sam den Nachtrab bildete, seine Empfindungen ohne Scheu undRückhalt laut aus. Mit Blicken und einem Spiel seiner Mus-keln, die die tiefste Bewegung verkündigten, schaute er auf dieGränelscenen um ihn her, und mit den stärksten und bitterstenVerwünschungen gab er seinen Abscheu vor den Unthaten derFeinde zn erkennen.

Der Leser wird in den bcschriebencn'Pcrsvuen alsbald die'Mo-hikaner und ihren weißen Freund nebst Mnnro und Hcyward er-kannt haben. Es war wirklich der Vater, der seine Kinder suchte,begleitet von dem jungen Manne, der so innigen Antheil anihrem Schicksale nahm, und von den wackern und zuverlässigen