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„Aber Magna ist verpflichtet, Frankreichs Lilie» nicht zn be-flecken. Die Feinde des großen Königs über dem Salzsee sindseine Feinde; seine Freunde die Frennde der Hnronen."
„Freunde!" wiederholte der Indianer verächtlich. „Der VaterMagna's lasse ihn seine Hand nehmen."
Montealm, welcher wußte, daß er seinen Einfluß ans diekriegerischen Stämme, die er versammelt hatte, mehr durch Nach-giebigkeit, als durch Gewalt behaupten könne, willfahrte ihmwiderstrebend. Der Wilde legte den Finger des französischenBefehlshabers in eine tiefe Narbe ans seiner Brust und fragtedann frohlockend:
„Weiß mein Vater, was dies ist?
„Welcher Krieger sollte das nicht wissen? Es ist von einerbleiernen Kugel."
„Und das?" fuhr der Indianer fort, dem Andern den nackte»Rucken znkchrend, denn er trug gerade seinen Calieomantel nicht.
„Dies;! mein Sohn, ist hier schwer mißhandelt worden. Werhat es gcthan?"
„Magna schlief hart in den englischen Wigwams, und Streichehaben ihre Spur znrückgelassen," antwortete der Wilde mit dumpfemGelächter, das gleichwohl seinen wilden Trotz nicht zn verbergenvermochte, der ihn beinahe überwältigte. Bald aber faßte er sichund fnhr mit seiner angebornen und schnell wieder gewonnenenWürde fort: „Geh', sag' deinen jungen Kriegern, cs ist Friede.Le Nenard Subtil weiß, wie er mit dem Hnrvnenkrieger spre-chen muß."
Ohne weitere Worte für der Mühe werth zn halten oder eineAntwort zn erwarten, nahm der Wilde seine Büchse in den Armund schritt langsam durch das Lager ans die Wälder zn, wo seinStamm sich gelagert hatte. Jede paar Schritte wurde er vonden Schildwachen unterbrochen, ging aber trotzig weiter, ohneden Ruf der Soldaten zn beachten, die sein Leben nur schonten,