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„Fragen Sie den französischen General, ob seine Gläser bisan den Hndsvn reichen!" sprach Mnnro mit Stolz; „und ob erweiß, wann und wo Wcbb's Heer erwartet werden darf."
„General Webb mag sein eigener Dolmetscher sein," versetzteder schlaue Montealm, indem er mit diesen Worte» Mnnro einenoffenen Brief hinhielt; „Sie werden daraus ersehen, mein Herr,daß seine Bewegungen meinem Heere nicht eben viel in den Weglegen werden."
Der Veteran ergriff das dargebotene Papier, ohne zu warten,bis Dnncan Montcalms Worte verdolmetscht hatte, mit einerHeftigkeit, welche verrieth, wie wichtig ihm sein Inhalt seinmuffe. Während sein Auge das Schreiben überlief, ging seineMiene plötzlich von dem Ausdruck militärischen Stolzes in dendes tiefsten Kummers über. Seine Lippe begann zu beben, dasPapier entfiel seiner Hand und das Haupt sank ihm auf dieBrust, wie einem Manne, dessen Hoffnungen ein Schlag vernich-tet hat. Dnncan hob den Brief auf und ohne die Freiheit, dieer sich nahm, zn entschuldigen, warf er einen Blick auf dessengrausamen Inhalt. Ihr gemeinschaftlicher Oberer ermunterte sienicht nur nicht znm Widerstande, sondern ricth ihnen sogar selbst,sich unverzüglich zn ergeben, indem er mit dürren Worten alsGrund anführte, cs sei ihm durchaus unmöglich, ihnen auch nureinen einzigen Mann zn Hülfe zu senden.
„Hier findet keine Täuschung Statt!" rief Dnncan, indem erden Brief sorgfältig außen und innen untersuchte. „Er trägtWcbbs Siegel und es muß der anfgefangenc Brief sein."
„Der Mann hat mich verrathen!" rief endlich Mnnro bitteraus; „er hat das Hans eines Mannes entehrt, dem Schande bisherunbekannt war, und Schmach über meine grauen Haare gebracht!"
„Sagen Sie das nicht!" rief Dnncan; „noch sind wir Herrendes Forts und unserer Ehre. Wir wollen unser Leben um einenPreis verkaufen, der selbst unfern Feinden zn thcner erscheinen soll!"