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verschmähen es, das Blut der Heyward mit dem Blute eines soverachtete», wenn auch noch so liebenswürdigen und tugendhaftenMädchens zu vermischen?" fragte der mißtrauische Vater.
„Der Himmel behüte mich vor einem Vornrthcil, das meinerVernunft so unwürdig wäre!" crwiederte Duncan, wiewohl er sichsagen mußte, daß wirklich ein solches Vornrthcil so tief in ihmwurzelte, als ob es seiner Natur eingcyflanzt worden wäre. „DieAnmnth, die Schönheit, der Zauber Ihrer jüngeren Tochter, ObristMunro, werden meine Beweggründe hinlänglich erklären, ohnemich einer solchen Ungerechtigkeit schuldig erscheinen zu lassen."
„Sie haben Recht, Sir," versetzte der alte Mann, der wiederin den Ton der Güte oder vielmehr Sanftmnth überging; „dasMädchen ist das Bild ihrer Mutter in jenem Alter, bevor sie nochden Gram hatte kennen lernen. Als mich der Tod meines Wei-bes beraubte, kehrte ich, durch diese Heirath reicher geworden,nach Schottland zurück, und werden Sie cs glauben, Duncan!der leidende Engel war zwanzig lange Jahre in dem herzlosenZustand der Ehelosigkeit verblieben, und zwar wegen eines Man-nes, der sic vergessen konnte! Sie that noch mehr, Sir; sie ver-gab mir meine Treulosigkeit, und da alle Schwierigkeiten nunbeseitigt waren, nahm sie mich zu ihrem Gatten."
„Und wurde Alicens Mutter?" rief Duncan mit einer Heftig-keit, die verderblich hätte werden können, wäre nicht Munro indiesem Augenblicke so tief in seine schmerzlichen Erinnerungenversunken gewesen.
„Ja," antwortete der alte Mann, „und thcncr bezahlte siedas kostbare Geschenk, das sie mir hinterließ. Doch sie ist eineHeilige im Himmel, Sir! und nicht ziemt es einem Manne, dermit einem Fuß schon in dem Grabe steht, ein so wünscbens-werthes Loos zu beklagen. Ich besaß sie blos ein Jahr, einkurzes Glück für ein Weib, das ihre Jugend in hoffnungsloserSehnsucht hatte, dahinschwinden sehen."