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Duncan lächelnd, „während wir aber in der Energie Eurer Epcel-lcnz alle Anffordernng finden, diesen zu beleben, so sehen wir dochnoch keine Veranlassung, jene in Anwendung zu bringen."
Montcalm verbeugte sich seinerseits leicht, aber mit der Mieneeines Mannes, der zu erfahren ist, um ans die Sprache derSchmeichelei zu hören. Nach kurzem Nachsinnen fuhr er fort:
„Möglich, daß meine Gläser mich täuschten, »nd daß IhreWerke nnserm Geschütze besser widerstehen, als ich geglaubt hatte.Sie kennen unsere Stärke?"
„Unsere Berichte lauten verschieden," antwortete Dnncan nach-lässig, aber die höchsten schätzen Ihre Macht auf nicht mehr, alszwanzigtansend Mann."
Der Franzmann biß sich in die Lippen, und faßte den Andernscharf in's Auge, als ob er in seinen Gedanken lesen wollte; dannfuhr er mit der ihm eigenthümlichen Gewandtheit fort, als ob erdie Richtigkeit einer Angabe, welche die Stärke feines Heeresverdoppelte, anerkenne.
„Es ist ein schlechtes Cvmplimcnt für uns Soldaten, meinHerr, daß wir, was wir auch angewandt, unsere Zahl nicht habenverbergen können. Wenn eS irgendwo möglich wäre, so glaubteich, cs müßte in diesen Wäldern gcscbehen können. Wenn Sie esaber auch für zu früh halten, auf die Stimme der Menschlichkeitzu hören," fuhr er arglistig lächelnd fort, „so darf ich doch glau-ben, d'aß die Galanterie bei einem jungen Manne, wie Sie, ihrRecht finden wird. Die Töchter des Kommandanten sind, wie ichhöre, in das Fort gekommen, seit es eingeschlossen ist."
„Es ist wahr, Monsieur; aber weit entfernt, unfern Mnthzu schwächen, geben sie uns in ihrer eigenen Scelenstärke ein Bei-spiel des Mnthes! Bedürfte cs nur der Entschlossenheit, um einenso vollendeten Kricgsmann, wie Monsieur de Montcalm, znrückzn-schlagen, so würde ich der älteren dieser Damen mit Vergnügendie Vertheidignng von William Henry anvertranen."