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flüsternden Laut sein Ohr nicht vernommen hätte. Endlich misch-ten sich die melancholischen Töne eines Waldvogels mit dem kla-genden Geschrei der Eule; seine müden Angen suchten noch hinund wieder das snnkelnde Licht der Sterne, nnd dann war ihmals sähe er sie noch durch seine geschloffenen Angenlieder. InAugenblicken flüchtigen Erwachens hielt er einen Busch für einenMitwächter; sein Kopf sank aber bald wieder ans die Schulterund diese suchte ihrerseits auf der Erde eine Stütze; endlich er-schlaffte seine ganze Gestalt und der junge Mann verfiel in einentiefen Schlaf, er träumte, er sei ein Rikter alter Zeit, der seinemitternächtliche Wache vor dem Zelte einer befreiten Prinzessinhalte, deren Gunst er durch einen solchen Beweis von Aufopferungund Wachsamkeit zu gewinnen hoffe.
Wie lange der erschöpfte Duncan in diesem Zustande der Be-wußtlosigkeit lag, wußte er selbst nicht zu sagen. Seine Schlum-mergesichte waren aber lange schon vorüber, als ihn ein leichterSchlag ans die Schulter weckte. Ausgeschreckt durch diese Mah-nung, sprang er empor mit der verworrenen Erinnerung an diePflicht, die er sich zu Anfang der Nacht anferlegt hatte.
„Wer da?" fragte er, nach der Stelle greifend, wo sonst seinDegen hing. „Sprich! Freund oder Feind?"
„Freund," erwiederte die leise Stimme Chiugachgook's, welcherauf den Lichtkörper deutete, der seinen milden Schimmer durchdie Oeffnnng der Bäume gerade auf ihren Bivouac ergoß, und inseinem gebrochenen Englisch fortsuhr: „Mond kommt nnd weißenMannes Fort weit — weit entfernt. Zeit zum Aufbruch, wennSchlaf beide Augen des Franzmanns schließt!"
„Du hast Recht, rufe deine Frenndc auf und sattelt diePferde, während ich meine Begleiterinnen für den Marsch vor-bereite."
„Wir wachen, Duncan," sprach Alice mit ihrer sanften Silber-stimme innerhalb des Gebäudes, „und fühlen uns nach einem so