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Stimme, „das wäre leicht! vielleicht ist cs die Wahl nicht weniger,die er mir laßt. Er wollte von mir haben," fnhr sie fort, wäh-rend ihre Stimme nnter dem Bewußtsein des Entehrenden einessolchen Vorschlages sank, „daß ich ihm in dieWildniß folge, mitihmzu den Behausungen der Hnronen gehe und dort bleibe: kurz, daßich sein Weib werde! Sprich denn, Alice, thenres Kind, Schwestermeiner Liebe! Und auch Sie, Major Heyward, helfen Sie meinerschwachen Vernunft mit Ihrem Rathe ans. Darf man das Lebenmit einem solchen Opfer erkaufen ? Willst du es, Alice, ans mei-ner Hand um solchen Preis empfangen? Und Sie, Dnncan, leitenSie mich! Verfugt über mich! Euch gehöre ich ganz!"
„Wie?" rief der Jüngling voll Unwillen und Erstaunen. „Cora!Eora! Sie spielen mit unserem Jammer! Sprechen Sie nicht mehrvon dieser entseylichen Wahl. Der Gedanke schon ist schrecklicherals tausendfacher Tod!"
„Daß Sie so antworten würden, wußte ich!" rief Cora, wäh-rend ihre Wange erröthetc und ihre dunkeln Auge» noch einmalvon einer Aufwallung erglänzten, wie sie dem Weibe natürlichwar. „Was sagt meine Alice? Ihrer Entscheidung will ich michohne Murren unterwerfen."
Beide, Heyward und Cora, horchten mit peinlicher Erwartungund mit der gespanntesten Aufmerksamkeit, aber keine Antworterfolgte. Es schien, als sei die zarte und gefühlvolle Alice, nach-dem sie diese» Vorschlag gehört, vernichtet in sich selbst znrück-gesunken. Ihre Arme hingen herab, die Finger bewegten sich inleichten Zuckungen; ihr Haupt war ans ihre» Busen gesunken,und ihre ganze Gestalt schien, ohne eigene Kraft, nur durch ihreBande am Baume aufrecht erhalten zu werden, gleich einem schö-nen Sinnbildc verwundeten Zartaefübls ihres Geschlechtes, schein-bar ohne Leben und doch noch des Lebens sich bewußt. In wenigenAugenblicken begann jedoch ihr Haupt sich langsam zu bewegenmit dem Zeichen der innersten, unbezwinglichsten Mißbilligung.