verzweiflnngsvolle frnchtloseAnstrengnng, den Ast wieder z» fassen/erfolgte, und man sah, wie er einen flüchtigen Augenblick in derleeren Luft nmhergriff. Blitzschnell fuhr ein Schuß ansHawk-eye'sBüchse, die Glieder des Schlachtopfers zitterten und zogen sichkrampfhaft zusammen, das Haupt sank herab auf die Brust, undwie ein Bleiklnmpen stürzte die Leiche in die schäumenden Wasser,das Element schloß sich über ihm mit rastlosem Ungestüm, undjede Spur des unglücklichen Hnroncn war ans immer verschwunden.
Kein Siegcsrnf folgte dem wichtigen Vortheil; selbst die Mo-hikaner starrten einander mit schweigendem Entsetzen an. Eineinziger Schrei erscholl ans dem Wald und Alles war wieder still.Hawk-eye, der allein noch die Besinnung behalten zu haben schien,schüttelte den Kopf über seine augenblickliche Schwäche undmachte sich laute Vorwürfe darüber.
„'s war die letzte Ladung in meinem Horn und die letzteKugel in meiner Tasche; das hieß wie ein Knabe gehandelt! Waslag daran, ob er tvdt oder lebendig ans den Felsen fiel? Mitdem Fühlen wär's bald vorbei gewesen. Uncas, Junge, geh' hinabin das Canoe, und bring' das große Horn; es ist alles Pulver,das wir noch haben, und wir branchcn's bis auf das leyteKorn,oder ich kenne die Mingos nicht."
Der junge Mohikaner willfahrte und verließ den Kundschafterden unnützen Inhalt seiner Tasche durchsuchend und sein leeresHorn mit erneuter Unzufriedenheit schüttelnd. Von dieser unerfreuli-chen Untersuchung schreckte ihn jedoch bald ein lauter, durchdringen-der Schrei ans Unca's Mund ans, der selbst Dnncans ungeübtem Ohrwie die Botschaft eines neuen, unerwarteten Unfalls klang. Da jederGedanke seiner Seele nur ans den kostbaren, ihm anvertrantcn,in der Höhle verborgenen Schatz gerichtet war, so fuhr der jungeMann ans, unbekümmert um die Gefahr, der er sich anssetzte.Wie vom gleichen Drange getrieben, ahmten auch seine Begleiterdiese Bewegung nach und stürzten zu der freundlichen Kluft mit