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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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Lady," sprach der Kundschafter feierlich,ich habe seit drei-ßig Jahren ans alle Töne in den Wäldern gehört, als ein Mann,dessen Leben und Tod von der Schärfe seines Ohrs abhängt.Kein Winseln des Panthers, kein Pfeifen der Spottdrossel, keineErfindung der teuflischen Mingvs kann mich berücken! Ich hörtedie Wälder wehklagen, wie sterbliche Menschen in große» Nöthen;oft habe ich der Mnsik des Windes gelauscht, wie er in den ver-schlungenen Aesten der Bäume sauste; habe den Blipstrahl durchdie Lüfte krachen hören gleich dem brennenden Holzstoß, der Fun-ken und gezackte Flammen spie; nimmer aber Hab' ich geglaubt,daß ich Anderes hörte, als Ihn, der mit den Werken seinerHände spielt. Aber weder die Mohikaner noch ich, der ich einWeißer von reiner Abkunft bin, vermag den so eben vernomme-nen Ton zn erklären. Wir glauben deßhalb, daß es eine Wei-sung zu unserem Heile ist."

Etwas Außerordentliches ist es," sprach Heyward, seine Pi-stolen von der Stelle nehmend, wohin er sie bei seinem Eintrittgelegt hatte,mag es nun ein Zeichen des Friedens oder desKrieges sein, man muß daranfachten. Geht voran, mein Freund,ich folge Euch."

Aus ihrem Verstecke tretend, fühlten Alle sogleich die wohl-thätige Stärkung ihres Geistes, indem sie die eingeschlossene Luftder Höhle, mit der kühlen, stählenden Atmosphäre vertauschten,welche um die Wirbel und Spitzen des Wasserfalles säuselte.Ein starker Abendwind schwebte über der Oberfläche des Flussesund schien das Brausen der Wasserfälle in die Winkel ihrer eige-nen Höhlen zn treiben, ans denen es schwer und ununterbrochengleich dem rollenden Donner hinter entfernten Hügeln wieder-tönte. Der Mond war aufgegangen, und sein Licht schimmertebereits hie und da auf die Gewässer über ihnen. Der untereTheil des Felsens aber, wo sie standen, lag noch im Schatten.Außer den Tönen, welche die herabstürzenden Wasser hervorbrach-