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„Einen Indianer spürt man vorher, ehe man ihn sieht," ant-wortete der Kundschafter, den Felsen hinansteigend nnd den Reh-bock nachlässig hinwerfend. „Ich verlasse mich ans andere Zei-chen, als solche, die in's Ange fallen, wenn ich den Mingo's ansder Spnr bin."
„Sagen Eure Ohren Ench, daß sie nnser Versteck aufgespürthaben?"
„Das sollte mir sehr leid thun, obgleich es ein Ort ist, denMnth nnd Tapferkeit gegen einen scharfen Angriff vertheidigenkönnten. Ich will jedoch nicht längnen, daß die Pferde, als ichan ihnen vorüberging, sich znsammcndrückten, als ob sie Wölfewitterten, und ein Wolf ist ein Thier, das gerne um einen in-dianischen Hinterhalt streicht nnd ans den Abfall von dem Wilde,das sie erlegen, zn lauern pflegt."
„Ihr vergeht den Rehbock da zu Euer» Fußen! Oder verdan-ken wir ihren Besuch nicht dem todten Fullen? Ha, was ist dasfür ein Geräusch?"
„Arme Mirjam!" murmelte der Fremde, „dein Füllen wardverdammt, eine Beute der ranbsüchtigen Bestien zn werden. Dann-erhob er plötzlich unter dem ewigen Getöse der Wogen seineStimme und sang laut:
Aegyptens Erstgeborne schlug erDom Menschen nnd vom Vieh zumal!
Aegypten, Wunder zu dir sandt' erAns Pharao nnd seine Diener all!
„Der Tod des Füllen liegt seinem Eigenthümer schwer anfdem Her-zen," sprach derKnndschafter; „es ist immer ein gutes Zeichen, wennman noch etwas anfseine stummen Freunde hält. Seine Religion läßtihn glauben: was geschehen soll, müsse doch geschehen, nnd bei dieserUcberzengnng wird es schwer, ihm darznthnn, das; es vernünftigist, ein vierfüßiges Thier zn tödten, um das Leben von Menschenzn retten. Ihr habt vielleicht Recht," fuhr er fort, indem er auf