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strömenden Lauf die Flui, was bald erörtert und klar genug ist.Sechs Stunden laufen die Wasser hinein und sechs heraus unddas kommt daher: wenn das Wasser in der See höher ist, alsin dem Fluß, dann lauft es herein, und wenn's der Fluß gewinnt»nd wieder höher wird, dann läuft cs wieder hinaus."
„Die Wasser in den Wäldern und an den großen Seen laufenhinab, bis sie so flach da liegen, wie meine Hand," versetzte derIndianer, indem er diese horizontal vor sich ansstreckte, „unddann laufen sie nicht weiter."
„Kein ehrlicher Mann wird das bestreiten," erwiederte der Kund-schafter, ein wenig empfindlich über dieses Mißtrauen gegen seineErklärung des Geheimnisses der Flut, „und ich gebe zu, daß eswahr ist im verjüngten Maßstab, und wo das Land eben ist. Aberalles kommt darauf an, nach welchem Maßstab du die Dinge be-trachtest. Nun ist die Erde nach dem verjüngten Maßstab eben;nach dem vergrößerten aber ist sie rund. So mögen Teiche undWeiher und selbst die großen Frischwasserseen still stehen, wie duund ich wissen, weil wir sie gesehen haben; wenn du aber kommstund Wasser über eine große Fläche gießest, wie die See: wie kannda das Wasser vernünftiger Weise ruhig bleiben, wo die Erderund ist? Eben so gut kannst du erwarten, daß der Fluß an demRand der schwarzen Klippen da oben eine halbe Meile über unsruhig liegen bleibe, während deine eignen Ohren dir sagen, daßer in diesem Augenblick darüber hinwegbranst."
Wenn auch unbefriedigt von der Philosophie seines Begleiters,so besaß der Indianer doch zu viel Würde, um seinen Unglaubenzn verrathen. Er hörte zu, wie Jemand, der sich überzeugenlasse» will, und nahm dann seine Erzählung mit der früherenFeierlichkeit wieder ans:
„Wir kamen von dem Orte, wo die Sonne Nachts sich ver-birgt, über große Flächen, wo die Büffel leben, bis wir den großenFluß erreichten. Hier kämpften wir mit den Alligewis, bis der