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„Was kümmere ich mich um ein solches Geplapper. Nein,das Fechten ist kein Kinderspiel, und man braucht es nicht genaudamit zu nehmen, wie man haut oder was man trifft, wenn eSnur einem Feind gilt."
„Wir werden vielleicht einen warmen Tag bekommen, Lawtvn?"
„Sehr wahrscheinlich," erwiedcrtc der Rittmeister; „bei diesenMilizen geht es selten ohne ein blutiges Feld ab, sei es nunihrer Feigheit oder ihres Unverstandes wegen, und der wackereSoldat muß dann für ihr schlechtes Betragen büßen."
„Ist Ihnen nicht wohl, John?" sagte der Wundarzt, und fuhrmit der Hand über den Arm des Kapitäns hinunter, bis sie in-stinktartig an seinem Pulse fcsthielt; aber der ruhige Schlag dessel-ben deutete weder auf ein körperliches noch auf ein Seelcnleidc».
„Herzweh habe ich, Archibald, über die Thorheit unserer Ge-walthaber, welche glauben, daß man Schlachte» erkämpfe und Siegeerringe durch Bursche, die eine Muskete wie einen Dreschflegelhandhaben; Kerle, welche die Augen zumache», wenn sic einenDrücker berühren, und eine Linie bilden, wie ein Radstück. UnsereAbhängigkeit von solchen Wichten kostet das Land das beste Blut."
Der Wundarzt hörte mit Staunen zu. Nicht der Gegenstand,sondern die Art, wie der Rittmeister sprach, kam ihm überraschendvor. Lawtvn hatte fönst immer am Vorabende der Schlacht eineLebhaftigkeit und eine Kampfbegier entwickelt, welche in scharfemGegensätze zu der bewunderungswürdigen Ruhe stand, die er zuandern Zeiten an den Tag legte. Aber jetzt sprach sich in demTone seiner Stimme und in seinem Benehmen eine Verdrossenheitund Zaghaftigkeit ans, welche man nie zuvor an ihm bemerkt hatte.
Der Wundarzt zögerte einen Augenblick, um zu überlegen,wie er diesen Wechsel in dem gewohnten Diensteifer des Reiterszur Förderung seines Lieblingssystcms benützen könne, und fuhrdann fort:
„Es würde wohl gut sein, John, wenn man dem Oboisten