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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Das Wahre an der Sache war, das; Cäsar, welcher die leisenWorte Masons nicht verstehen konnte, und durch die übrigen Um-stände schon zur Genüge abgeängstigt war, unvorsichtiger Weise,um besser hören zu können, die Perücke vom Ohre schob, ohne immindesten zu bedenken, daß die schwarze Farbe desselben noth-wcndig eine Entdeckung der Verkappung hcrbeiführen mußte. DieSchildwache hatte kein Auge öon dem Gefangenen verwendet, undwar sogleich dieses verrätherischen Organs ansichtig geworden.Mason richtete seine Aufmerksamkeit gleichfalls augenblicklich aufdiese Erscheinung, und alle Rücksichten für einen unglücklichenKameraden vergessend, oder vielmehr an nichts als an die Rügedenkend, welche sein Corps treffen konnte, sprang er vorwärtsund packte den erschreckten Afrikaner an der Kehle; denn Cäsarhatte kaum seine Farbe neunen hören, als ihm auch schon dieEntdeckung wie entschieden vorkam, und bei dem ersten Tone vonMasons schweren Stiefeln ans dem Boden erhob er sich von sei-nem Stuhle, um sich in aller Hast in irgend einem Winkel desZimmers zu verkriechen.

Wer bist du?" schrie Mason, und stieß den Kopf des altenMannes bei jeder Frage gegen die Wandecke,wer Teufels bistdu, und wo ist der Engländer? Sprich, du Donnerwetterskerl!Antworte mir, du Dohlcngesicht, oder ich lasse dich an den Gal-gen des Spions hängen."

Cäsar blieb standhaft. Weder die Drohungen noch die Stößewaren im Stande, eine Antwort ans ihm hcrauszuprcffen, bisder Lieutenant eine sehr nahe liegende Veränderung des Angriffsvornahm und seinem schweren Stiefel eine Richtung gab, welchedenselben in eine sehr genaue Berührung mit dem empfindlichstenTheile des Negers, nämlich seinem Schienbeine, brachte- Dasverstockteste Herz hätte eine solche Bearbeitung nicht länger inGeduld hingenommen, und auch Cäsar gab jetzt weich. Die erste»Worte, welche er vernehmen ließ, lauteten: