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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
Entstehung
Seite
421
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ersten Male bemerkte, daß einer von seinem eigenen Corps ansdem Posten stand.

Der Korporal fahr mit der Hand an die Mütze nnd zog sichschweigend zurück; die Schildwache präsentirte nnd das Weibtrat ein.

Da unten ist ein ehrwürdiger Herr, der Eurer scheidendenSeele Trost bringen will; er kommt statt unseres eigenen Geist-lichen, der durch ein unaufschiebbares Geschäft verhindert ister muß nämlich den alten Herrn N. begraben."

Weist ihn herauf," sagte Heinrich mit fieberhafter Ungeduld.

Wird ihn aber die Schildwache herein lassen? Ich möchtenicht, daß ein Freund des ehrwürdigen Herr», der noch oben-drein ein Fremder ist, au der Thürschwelle hart angclassen würde."

Aller Augen waren nun aus Dunwoodie gerichtet, welcher aufseine Uhr sah, mit Heinrich leise einige Worte wechselte, nnd vonFranziska begleitet das Zimmer verließ. Der Gegenstand ihresGesprächs war der Wunsch des Gefangenen, durch einen Geistli-chen seines eigenen Bekenntnisses vorbereitet zu werden, woraufder Major eine» von Fishkill herzuseudcu versprach, da er aufseinem Wege nach der Fähre, wo er Harpers Znrückkunft abzn-warten gedachte, durch diese Stadt kommen mußte. Bald darauferschien Mason a» der Thüre, machte seine Verbeugung, und ent-sprach bereitwillig den Wünschen der Hausfrau, worauf der Geist-liche eingcladen wurde, heraufzukommcn.

Der Mann, welchem Cäsar beim Eintritt iu's Zimmer voran-ging und die Matrone nachfolgte, mar schon ziemlich über dieMitte des Lebens hinaus und von ungewöhnlicher Größe, obgleichseine außerordentliche Magerkeit dazu beitragen mochte, ihn »ochhöher erscheinen zu lassen. Der Schnitt seines Gesichtes warscharf »nd unbeweglich, und jede Muskel trug den Ausdruck einerstarren Spannung. Weder Freude noch Heiterkeit schien je ansZügen gewohnt zu haben, deren tieft Furchen nur den Abscheu