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„Sie haben die Freiheit, Ihre Grunde anzugeben, warum Siedas von unserer Armee besetzte Gebiet in Verkleidung betraten,"sagte der andere Richter mit einem leichten Zucken der Lippen.
„Ich bin der Sohn des alten Mannes, der hier vor Ihnensteht," fuhr Heinrich fort. „Ihn zu besuchen, habe ich mich inGefahr begeben. Außerdem stehen Eure Truppen selten so weitunten, und der Name, welchen dieses Terrain tragt, spricht schondas Recht für beide Parteien ans, sich nach Belieben auf dem-selben zu bewegen."
„Die Benennung ,neutraler Boden' ist durch kein Gesetz an-erkannt und hat ihren Grund in der Lage des Landes. Aber eineArmee bringt ihre Rechte mit, wo sie immer hin kömmt, !nnddas erste ist das des eigenen Schuhes."
„Ich bin kein Rechtsgelehrter, Sir," erwiederte der Jüng-ling, „aber ich fühle, daß mein Vater Ansprüche an meine Liebehat, und ich würde mich noch größeren Gefahren unterziehen, sieihm in seinen alten Tagen zu beweisen."
„Eine sehr achtbare Gesinnung," rief der Veteran. „MeineHerren, die Sache gewinnt ein besseres Licht. Ich gestehe, siesah im Anfang schlimm ans; aber Niemand kann ihn tadeln,wenn er seinen Vater zu sehen wünschte."
„Können Sie beweisen, daß dieß Ihre einzige Absicht war?"
»Ja — hier," sagte Heinrich, dem nun ein Strahl der Hoff-nung auftauchte — „hier ist der Beweis — mein Vater, meineSchwester, Major Dunwoodie — Alle wissen cs."
„Dann in der That," versetzte sein unbeweglicher Richter,„sind wir vielleicht im Stande, Sie zu retten. Es möchte wohlgut sein, Sir, in dem Verhöre fortzufahren."
„Gewiß," sagte der Präsident mit Lebhaftigkeit. „Der ältereHerr Whartvn mag vortreten, und sich den Eid abnehmen lassen."
Der Vater nahm sich mit Gewalt zusammen, wankte vorwärtsund that den nöthigen Formalitäten des Gerichts Genüge.