Druckschrift 
6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
Entstehung
Seite
334
Einzelbild herunterladen
 

334

In der Unruhe und Verwirrung des Augenblickes war Law-tons und Wellmere's Entfernung unbeachtet geblieben, und HerrWhartons Znstand forderte sowohl den Trost des Geistlichen, alsden Beistand des Wundarztes. Erst der Knall der Flinten wecktein der Familie die Ahnung einer neuen Gefahr, und es stund kaumeinige Augenblicke an, als der Freibeuter-Häuptling mit noch einemvon der Bande in's Zimmer trat.

Ergebt euch, ihr Diener des Königs Georg," brüllte derFührer, indem er Sitgreaves die Muskete auf die Brust hielt;oder ich will cnern Adern ein bischen Tory-Blnt abzapfen."

Gemach gemach, mein Freund," sagte der Wundarzt;Ihrseid zweifelsohne geschickter, Wunden zu schlagen, als sie zu heilen.Die Waffe, mit welcher Ihr so unvorsichtig umgeht, ist dem ani-malischen Leben ungemein gefährlich."

Ergib dich, oder du sollst ihren Inhalt kosten!"

Wie und weßhalb soll ich mich ergeben? Ich gehöre nichtzu der streitbaren Mannschaft. Die Kapitnlationöartikel müssenmit Kapitän Lawto» abgeschlossen werden, obgleich ich glaube, daßdas Ergeben keine Sache ist, in welcher Ihr ihn besonders will-fährig finden werdet."

Der Schinder hatte unterdessen die Gruppe gemustert undsich überzeugt, daß von derselben wenig Widerstand zu befürchtenwar. Begierig, an dem Raube Theil zu nehmen, ließ er seineMuskete sinke», und machte sich mit einigen seiner Leute an dasSilbergeschirr, welches er in Säcke stecken ließ. Das Landhausbot nun einen eigenthümlichen Anblick dar. Die Damen warenum Sara versammelt, die noch immer besinnungslos in einemder Zimmer lag, in welches die Habgier der Plünderer noch nichtgedrungen war. Herr Whartvn saß in einem Zustande völligerGeistesschwäche da, und horchte auf die nichtssagenden Trostsprüchedes Geistliche», ohne etwas davon zu begreifen. Singleton lagerschöpft und antheillos auf dem Sopha, während der Wundarzt