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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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hinter welchem sich das ganze Thal öffnete, hernmbengte, traf erplötzlich ans den Gegenstand seiner Wünsche. Franziska war derAbtheilnng, welche ihren Bruder abgeführt, nun ferne gefolgt, undfühlte sich nun, als sie ihren Augen entschwand, ans einmal vonAllem, was ihr auf der Welt am theuersten gewesen, verlassen.Dnnwoodie's unerklärliches Fernbleiben und der Schmerz, sich vonHeinrich unter solchen Umstände» trennen zu muffen, hatten alleihre Standhaftigkeit gebrochen. Sie war ans einen Stein amWege niedergesnnken und schluchzte, als ob ihr das Herz brechenwolle. Dnnwoodie sprang vom Pferde, warf den Zügel über denHals des Thieres und .befand sich in einem Augenblicke an derSeite des weinenden Mädchens.

Franziska, meine Franziska!" ries er,warum diese Be-trüblich? Lassen Sie sich die Lage ihres Bruders nicht so tiefzu Herzen gehen. Sobald es mein gegenwärtiger Dienst gestattet,will ich mich zu Washingtons Füßen werfe» und seine Befreiungerbitten. Der Vater seines Vaterlandes wird einem seiner Lieb-lingskinder diese Gunst nicht versagen."

-Major Dnnwoodie, ich danke Ihnen für den Antheil, denSie an meinem armen Bruder nehmen," sagte das bebende Mäd-chen, indem sic ihre Augen trocknete und sich mit Würde erhob;aber eine solche Sprache ist sicherlich mir gegenüber am Unrech-ten Orte."

Am Unrechten Orte? Sind Sie nicht mein durch dieEinwilligung Ihres Vaters Ihrer Tante Ihres Brudersund durch die Stimme Ihres eigenen Herzens, meine süßeFranziska?"

Major Dnnwoodie, ich wünsche nicht, einer Dame, welchefrühere Ansprüche ans Ihre Zuneigung hat, in den Weg zu tre-ten," versetzte Franziska mit einer Stimme, deren leichtes Bebendie erzwungene Festigkeit verrieth.

Niemand anders, ich schwöre es bei dem Himmel, Niemand