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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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und wenn es bei ihm je znm Hängen kommen sollte, so istschon mancher größere Schelm frei ansgegangen."

Als Dnnwoodie sich nmwandte, nm das Gemach zu verlassen,sah er den Kapitän Lawtvn mit gekreuzten Armen dastehen unddie Scene in tiefem Schweigen betrachten. Dieses Benehmen, soverschieden von dem ungewöhnlichen Eifer und Ungestüm des Ritt-meisters, fiel dem Major ans. Ihre Augen begegneten sich: danngingen sie einige Minuten in ernster Besprechung mit einander aufund ab, und als Dnnwoodie zurückkehrtc, schickte er die Wachewieder nach ihrem gewöhnlichen Sammelplätze. Nur der Wacht-meister Hollister blieb noch länger bei Betty zurück, die in sehrguter Laune war, weil sie ihre Garderobe noch in einem Zustandegefunden hatte, der durch die Guinee des Krämers wahrlich mehrals ausgewogen wurde. Die Waschfrau hatte den Veteranen schonlange Zeit in besondere Affectiv» genommen, ^md war mit sicheins geworden, gewisse Ungelegenheiten zarterer Natur, welchedem Corps gegenüber mit ihrer Stellung in Verbindung standen,dadurch anszngleichen, daß sie den Wachtmeister znm Nachfolgerihres seligen Mannes machte. Der Dragoner schien seit einigerZeit diesen Vorzug mit Vergnügen zu bemerken, und da Bettywohl einsah, daß sie ihren Verehrer durch ihr Ungestüm gekränkthabe, so entschloß sie sich, dieses Versehen nach Kräften wiedergut zu machen. Außerdem war sie trotz ihrer Rohheit und Unge-schlachtheit zu sehr Weib, nm nicht zu wissen, daß die Augenblickeder Versöhnung die einflußreichsten sind; sie füllte daher ein Glasvon ihrem Morgcntrnnk, und reichte cs ihrem Gefährten alsSühnopfer dar.

Einige rasche Worte zwischen Freunden haben Nichts zu be-deuten, wie Ihr wissen werdet, Sergeant," begann die Waschfrau;ich habe auf den Michel Flanagan nie ärger geschimpft, alswenn ich ihn am liebsten hatte."

Michel mar ein guter Soldat und ein braver Mann,"