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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Steh', oder du bist des Todes!"

Dnmvoodic drehte sich überrascht um und erblickte die Gestalteines Mannes, der in kurzer Entfernung über ihm auf einem Fel-scnabhange stand, und eine Muskete auf ihn gerichtet hielt. Dacs aber noch nicht Helte genug war, um die Gegenstände deutlichzu erkennen, so bedurfte cs für ihn eines zweiten Blickes, undder Major entdeckte mit Staunen, daß ihm der Hansircr gegen-über stehe. Er erkannte augenblicklich das Gefährliche seinerLage, verschmähte aber, sich zu ergeben oder die Flucht zu er-greifen, selbst wenn diese noch möglich gewesen wäre, und riefdaher dem Krämer mit fester Stimme zn:

Wenn ich gemordet werden soll, so gib Feuer; denn nimmer-mehr werde ich dein Gefangener."

Nein, Major Dunwoodie," sagte Birch, und ließ seine Mus-kete sinken,es ist nicht meine Absicht, Sie zu tödten, oder Siezum Gefangenen zn machen."

So sage, was du von mir willst, geheimnißvolles Wesen,"sagte Dunwoodie, der sich kaum zn überzeugen vermochte, daßdie vor ihm stehende Gestalt nicht ein Gebilde seiner erhitztenPhantasie sei.

Ihre gute Meinung," antwortete der Hansirer bewegt;ichmöchte, daß alle guten Menschen mich mit Milde benrtheilten."

Es kann Euch wohl gleichgültig sein, was die Leute vonEuch halten, denn Ihr scheint außer dem Bereich ihres Urthcilszn sein."

Gott erhält das Leben seiner Diener, bis ihre Stunde schlägt,"versetzte der Krämer feierlich.Bor wenigen Stunden noch warich Ihr Gefangener und mit dem Galgen bedroht; jetzt aber sindSie der meinige; doch Sie sollen frei ansgehen, Major Dun-'woodie. Aber es sind Andere um den Weg, welche Sie mit we-niger Schonung behandeln dürften. Was kann Sie Ihr Säbel,einer Waffe, wie der meinigen, und einer sichern Hand gegenüber,